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„Symphonisches Orchester Landestheater Detmold“ in Bad Salzuflens Konzerthalle

Das „Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold“ zu Gast am 31. Mai in der Bad Salzufler Konzerthalle mit dem Dirigenten Peer-Otto Johansson (© Johann Sundell)

Klassikprogramm aus drei Epochen mit drei Stücken von Anton Webern , Max Bruch & Claude Debussy

Unterhaltsame Klassik auf musikalisch hohem Niveau bietet das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold unter der Leitung von Generalmusikdirektor Per-Otto Johansson einmal mehr in Bad Salzuflen. Am Abend des 31. Mai (Freitag) 2024, ab 19.30, präsentiert das Ensemble in der Konzerthalle ein klassisches Programm mit der „Passacaglia in d-Moll op. 1“ von Anton Webern, das „Violinkonzert in g-Moll op. 26“ von Max Bruch und das Stück „La Mer – drei symphonische Skizzen für Orchester“ von Claude Debussy.

Violinist Niek Baar. © Onder Konuralp

Zwischen der Uraufführung des ältesten und des jüngsten Werkes dieses Programmes liegen nur 40 Jahre, und doch stehen die drei Werke für drei Epochen: die Romantik, den Impressionismus und die Moderne.

Das erste Werk, das Anton Webern mit einer Opusbezeichnung versah, ist seine „Passacaglia“, die dadurch eine ganz besondere Bedeutung in seinem Gesamtoeuvre erhält. Sein „Gesellenstück“, das er nach Abschluss seiner Lehrzeit bei Arnold Schönberg schrieb, erfüllt alle Qualitätsmerkmale eines echten Meisterwerkes.

Max Bruchs „Violinkonzert Nr. 1“ gilt als das Vorzeigestück der Romantik und avancierte noch zu Bruchs Lebzeiten zu einem seiner beliebtesten Werke. Debussys symphonische Skizzen „La Mer“ stellen bis heute das meistgespielte Werk des französischen Impressionisten dar; ein Meilenstein der Epoche. Dem Impressionismus ging es darum, den flüchtigen Eindruck des Augenblicks einzufangen. In „La Mer“ verarbeitete der Komponist seine Erinnerungen an das Meer, mit dem er sich bestens auskannte. Wäre es nach seinem Vater gegangen, wäre aus Debussy ein Seemann geworden.

Dirigent Per-Otto Johansson

Der schwedische Dirigent Per-Otto Johansson ist mit seinen begeisternden Interpretationen ein gefragter Gastdirigent bei führenden Orchestern und Opernhäusern in Skandinavien sowie im Benelux-Raum. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist er Generalmusikdirektor am Landestheater Detmold. Sein Engagement als Generalmusikdirektor am Landestheater Detmold begann mit der Eröffnungspremiere von „Madame Butterfly“, außerdem leitet er in der gleichen Saison neben Sinfoniekonzerten die Premieren von „Serse (Xerxes)“ und „Lady Macbeth von Mzensk“ sowie den Ballettabend „Romeo & Julia“.

Zunächst studierte Per-Otto Johansson an der Musikhochschule in Malmö bei Professor Gunnar Staern und schloss sein Studium im Jahre 2003 mit Auszeichnung bei Professor Michel Tabachnik an der königlichen Musikakademie in Kopenhagen ab. Während des Studiums nahm er an Meisterklassen mit Kurt Sanderling und Manfred Honeck teil. Weitere Mentoren waren Leif Segerstam und Esa-Pekka Salonen. Nach ersten Erfolgen in seiner Heimat war er von 2006 bis 2009 als 1. Kapellmeister am „Theater Vorpommern“ engagiert.

Regelmäßig ist Johansson an der „Königlichen Oper“ in Stockholm und an der dänischen Nationaloper sowie an einer Vielzahl anderer Opern- und Konzertorchester in Skandinavien zu Gast. Auch in Benelux hat er mit vielen Orchestern gearbeitet, zuletzt beispielsweise beim „Het Gelders Orkest“, „Residentie Orkest Den Haag“ sowie „Nederlands Philharmonisch Orkest“ und war ständiger Gast bei der „Opera Zuid“.

 

Violinist Niek Baar

Der niederländische Geiger Niek Baar hat sich während der letzten Jahre einen Namen als ebenso ernsthafter wie charismatischer Musiker gemacht und begeistert sein Publikum bei Auftritten in seinem Heimatland und in ganz Europa. Seine internationale Karriere begann 2016, als er beim „Johann Sebastian Bach-Wettbewerb“ in Leipzig den dritten Preis gewann. Baar, der bereits als 16-Jähriger sein Solodebüt bei den Rotterdamer Philharmonikern gab, ist regelmäßig als Solist bei Orchestern wie dem „Concertgebouw Kammerorchester Amsterdam“, dem „Radio Philharmonisch Orkest“ und dem „Resident Orkest Den Haag“ zu Gast. Außerdem ist er begeisterter Kammermusiker und gefragter Gast bei Festivals wie dem „Delft Chamber Music Festival“ (Holland) oder dem „Marvão International Music Festival“ (Portugal).

Ein besonderer Höhepunkt der Saison 2019/2020 war Niek Baars Rückkehr als Solist zu den Rotterdamer Philharmonikern, mit denen er im Oktober in drei vom Publikum gefeierten Konzerten sowie im „Concertgebouw Amsterdam“ die „Schottische Phantasie“ von Max Bruch spielte. Eine außergewöhnliche Beziehung hat er zur Musik Robert Schumanns, der ihn als Mensch und Komponist fasziniert und dessen drei Violinsonaten und selten gespieltes Violinkonzert zu seinem Kernrepertoire gehören.

Weitere wichtige Pfeiler im breitgefächerten Repertoire des Geigers sind die Musik von Johann Sebastian Bach und György Kurtág. Überdies ist Baar auch Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Musikwettbewerbe, darunter der „Prinzessin Christina Wettbewerb“ im Jahr 2010 (1. Preis) und „International Solo Bach Competition” in London 2012 (1. Preis). Außerdem erhielt er den Grommek-Preis des Kronberg Festivals. Zuletzt gewann Niek Baar im Januar 2018 den renommierten Violinwettbewerb „Oskar Back“ in Utrecht.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preis ab 22 Euro per E-Mail an theaterkasse@bad-salzuflen.de und telefonisch unter (05222) 95 29 09 sowie zu den Öffnungszeiten der Theaterkasse im Kurgastzentrum (Parkstraße 20) erhältlich. Restkarten, sofern verfügbar, sind an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr) zu erwerben.