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Ehemaliges Hotel „Deutsches Haus“ wird Flüchtlingsunterkunft

Die Stadt Hildesheim mietet zunächst für die Dauer von fünf Jahren das ehemalige Hotel „Deutsches Haus“, Marie-Wagenknecht-Straße 28, an, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Das hat der Verwaltungsausschuss am 27. November entscheiden, Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hat die Öffentlichkeit in der gestrigen Stadtratssitzung darüber informiert.

Hintergrund ist die stark gestiegene Zahl an Menschen, die das Land Niedersachsen der Stadt Hildesheim insbesondere seit Oktober dieses Jahres zuweist. Die Stadt muss seit 1. Oktober in sechs Monaten 471 Personen aufnehmen. Die vorhandenen Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen reichen für diese Anzahl nicht mehr aus. Aktuell schickt die Landesaufnahmebehörde jede Woche 14 Asylbewerberinnen und -bewerber in die Stadt Hildesheim. Diese hat derzeit 1.260 Flüchtlinge in ihren Unterkünften untergebracht, davon leben 691 Menschen in Gemeinschaftsunterkünften, 569 in dezentralen Wohnungen.

In der Unterkunft ehemaliges „Deutsches Haus“ können auf sieben Etagen bis zu 216 Menschen Platz in abgeschlossenen Wohneinheiten finden. Die Flüchtlinge werden von sozialpädagogischem Fachpersonal betreut und beraten, auch sind Angebote und Hausaufgabenhilfe für Kinder und Jugendliche geplant. Im Eingangsbereich wird ein Concierge tätig; in den Abend- und Nachtzeiten sowie am Wochenende soll bedarfsgerecht der Einsatz eines Sicherheitsdienstes erfolgen. Zudem ist eine Kooperation mit dem nahegelegenen Beratungs- und Begegnungszentrum Hi. punkt in der Arnekengalerie beabsichtigt. Die Räumlichkeiten im ehemaligen Hotel „Deutsches Haus“ bieten gute Voraussetzungen, um auch Sprach- und Integrationskurse, Informationsveranstaltungen und andere Schulungen sowie Veranstaltungen durchzuführen.

Mit der Belegung soll in den ersten Wochen des nächsten Jahres begonnen werden. Zuvor wird es eine Bürgerinformationsveranstaltung geben. Zudem wird eine Sozialraumkonferenz ausgerichtet, bei der mit den Institutionen und Akteuren vor Ort (zum Beispiel Beratungsstellen, Vereinen und Verbänden, Schulen und Kitas) über die Zusammenarbeit bei dieser Unterkunft gesprochen werden soll, um eine bestmögliche Integration der Flüchtlinge zu erreichen.

Foto: AdobeStock