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500 Schüler beim Hildesheimer Schulfilmfest

Gut gefüllter Kinosaal bei der Anmoderation eines Films.

Das Hildesheimer Schulfilmfest im Thega Filmpalast stand in diesem Jahr unter dem Motto „Demokratie und eine resiliente Gesellschaft“. Schülerinnen und Schüler aus Stadt und Landkreis waren eingeladen, gesellschaftliche Themen auf kreative, lebensnahe und zugleich unterhaltsame Weise zu entdecken und zu reflektieren. Mit großer Resonanz: An den Veranstaltungstagen 16. und 17. Juni besuchten 500 Schülerinnen und Schüler aus zwölf Schulen kostenlos das Hildesheimer Schulfilmfest und setzten sich gemeinsam mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander.

„Ziel des Schulfilmfests war es, mit Hilfe von pädagogisch ausgewählten Filmen jungen Menschen die Bedeutung demokratischer Werte näherzubringen und sie für gesellschaftliche Teilhabe sowie persönliche Resilienz zu sensibilisieren. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt, Perspektivwechsel und ein respektvolles Miteinander an Bedeutung gewinnen, bietet das Angebot einen Raum, in dem Jugendliche sich aktiv mit diesen Fragen auseinandersetzen können“, erklärt Claus Karpstein (Stadt Hildesheim, Bereich Jugend). Dabei standen insbesondere die Förderung von Eigenverantwortung, Offenheit gegenüber unterschiedlichen Sichtweisen und die Fähigkeit, Herausforderungen konstruktiv zu begegnen, aber auch Infos über geschichtliche Entwicklungen im Mittelpunkt der gezeigten Filme. „Mit seinem abwechslungsreichen Konzept setzte das Hildesheimer Schulfilmfest ein wichtiges Zeichen für Demokratie, Zusammenhalt und die Stärkung junger Menschen und zeigte, wie politische Bildung und gesellschaftliche Verantwortung auf lebendige, kreative und nachhaltige Weise vermittelt werden können“, so Karpstein weiter.

Das Orga-Team des Schulfilmfestes 2026.

Begleitend zum Filmprogramm luden zahlreiche Institutionen und Initiativen die Schülerinnen und Schüler an interaktiven Stationen dazu ein, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen. Die AWO-Jugendhilfe thematisierte anhand von Zitaten koloniale Kontinuitäten sowie Entwicklungen im Diskurs über (Flucht-)Migration und Rassismus. Das Projekt RADIUS setzte mit einer Tombola für „gute Taten“ und der Vorstellung der App BeHelp Impulse für mehr Zivilcourage. Die AG „Viel im Angebot“ des Präventionsrates vermittelte Wissenswertes rund um Wahlen mithilfe von Schätzfragen und spielerischen Elementen. Demokratie und Vielfalt standen beim Angebot des AWO IBBZ im Mittelpunkt, das mit einer „Wall of Thoughts“ zum Austausch anregte. Die Drogenberatungsstelle beschäftigte sich mit Fragen zu Resilienz, gesellschaftlicher Teilhabe und dem Umgang mit Suchtmitteln. Informationen zur Kommunalwahl bot die Stadt Hildesheim an einem Infostand, ergänzt von Interviews mit Radio

Tonkuhle. Die Handballabteilung des DJK Blau-Weiß Hildesheim machte schließlich erfahrbar, wie Regeln ausgehandelt und Kompromisse gefunden werden können – durch Bewegungsangebote mit veränderbaren Spielregeln und anschließender gemeinsamer Reflexion. Dadurch entstand ein vielfältiges Rahmenprogramm, das die Filmvorführungen um praktische Erfahrungen und persönliche Begegnungen ergänzte.

Ein besonderer Höhepunkt war in diesem Jahr die erstmalige Einbindung einer kurzen Dokumentation mit starkem Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen. Direkt im Kinosaal wurde diese professionell begleitet und gemeinsam reflektiert. Durch diese intensive Auseinandersetzung erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene Verhaltensmuster zu erkennen, persönliche Stärken und Herausforderungen bewusster wahrzunehmen und daraus wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Entscheidungen mitzunehmen.

Organisiert und durchgeführt wurde das Hildesheimer Schulfilmfest vom Bereich Jugend der Stadt Hildesheim unter der Leitung von Claus Karpstein sowie vom AWO Kreisverband Hildesheim-Alfeld, vertreten durch Elif Alkac. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Förderung des Präventionsrats Hildesheim sowie der EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG.

Fotos: oh/Stadt Hildesheim