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Stadt Hildesheim verbessert Konzeption des Fußverkehrs

Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier (l.) überreichte im Beisein von Christian Berndt (r.) Stadtbaurätin Andrea Döring, Frederik Hipp (Stadt Hildesheim, Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik) und Christoph Brandes (Stadt Hildesheim, Fuß- und Radverkehrsbeauftragter) den Förderbescheid.

Die Stadt Hildesheim ist eine von zehn Kommunen in Niedersachsen, die eine komplette Landesförderung für einen „Fußverkehrs-Check“ bekommen. Für alle zehn Kommunen zusammen stehen 200.000 Euro zur Verfügung, also jeweils 20.000 Euro. Noch in diesem Jahr sollen in der Stadt die Wege von Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten unter die Lupe genommen werden – dabei geht es unter anderem um Sicherheit, Barrierefreiheit und den Netzgedanken von Hauptrouten in Richtung Innenstadt.

Der offizielle Auftakt fand in Hannover statt: Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, hat dabei auch Stadtbaurätin Andrea Döring die Urkunde für den „Fußverkehrs-Check“ überreicht. Wunderling-Weilbier sagte: „Die Checks sind wichtige und konkrete Schritte für Kommunen zur Verkehrswende. Und es sind wichtige und konkrete Schritte für Bürgerinnen und Bürger.“ Das Land habe sich deshalb auch entschieden, das Projekt zu verstetigen: „Wir fördern das Projekt deshalb jetzt jedes Jahr.“

Die MOBILOTSIN, die Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), koordiniert die Aktion. LNVG-Geschäftsführer Christian Berndt ordnet ein: „Das Zufußgehen ist die verlässlichste Form des Nahverkehrs. Die Stadt Hildesheim bekommt ein Komplettpaket. Das schnürt unsere Beratungseinheit, die MOBILOTSIN. Für die Kommunen ist der Aufwand für Planung und Durchführung also vergleichsweise gering – aber der mögliche Nutzen groß.“ Augenzwinkernd ergänzt der Geschäftsführer: „Am Zufußgehen verdient auch kein Mineralölkonzern.“

Bei der Veranstaltung im Verkehrsministerium gab es für die Kommunen, die dabei sind, jetzt Impulse für das Projekt. „Wir wollen besonders für das Thema Fußverkehr sensibilisieren und die ersten Netzüberlegungen für den Fußverkehr in Richtung Innenstadt treffen. Grundsätzlich soll es der Auftakt für eine konzeptionelle Betrachtung des Fußverkehrs sein, insbesondere auch in Hinblick auf das neue gesamtstädtische Mobilitätskonzept“, so Stadtbaurätin Andrea Döring. Einzelheiten würden jetzt mit der Beratungseinheit MOBILOTSIN und einem Planungsbüro geklärt.

Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 soll es dann in Hildesheim konkret werden. Unter anderem werden zwei Begehungen mit Bürgerinnen und Bürgern stattfinden. Dabei werden Fragen wie „Wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen?“, „Wo fehlt Platz?“, „Wo gibt es weitere Probleme wie mangelnde Sichtbeziehungen zu Autofahrenden?“, thematisiert. Hauptachsen und Standards für den Fußverkehr werden angerissen. „Uns ist wichtig, die Einwohnerschaft möglichst zahlreich zu beteiligen. Wir werden jetzt auch auf Vereine und Verbände zugehen – und alle rechtzeitig informieren, wie und wann sie sich beteiligen können“, erklärt Döring.

Foto: oh/LNVG/Wilde