
Das theater für niedersachsen eröffnet die Spielzeit 26_27 mit einem Open Air Event : vom 21. August bis zum 5. September wird auf dem Theatervorplatz die Operette „Eine Frau, die weiß, was sie will“ gezeigt. Darüber hinaus bietet die kommende Spielzeit mit 15 Premieren und 4 Wiederaufnahmen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel und Musical sowie fünf Premieren und vier Wiederaufnahmen im Jungen Theater beliebte Klassiker, zeitgenössische Bühnenadaptionen, zu Unrecht vergessene Wiederentdeckungen, spannende Uraufführungen sowie eine deutsche Erstaufführung.
Die Spielzeit 26_27 steht im Zeichen von Wilhelm Tell – einer Figur, die für Mut, Freiheitsstreben und Widerstand steht und die mit der Trilogie dreimal anders erzählt wird. Der erste Teil der klassischen Befreiungsgeschichte feiert mit der Oper von Rossini am 3. Oktober Premiere. Am 16. Januar folgt im Schauspiel das Drama von Friedrich Schiller und den Abschluss bildet „Tell – Das Musical“, das mit dem tfn-Jugendchor und der Jungen Philharmonie Hildesheim ab dem 23. Mai umgesetzt wird.
Im Schauspiel steht mit „Heimsuchung“ – der ersten Premiere im Großen Haus am 6. September – ein zeitgenössisches Werk der renommierten Autorin Jenny Erpenbeck auf dem Spielplan und mit dem Solostück „Rex Osterwald“ feiert Schauspieler Gotthard Hauschild ab dem 12. September sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Das Musical eröffnet die Spielzeit am 19. September mit der Uraufführung von „Er ist wieder da“ nach dem Roman von Timur Vermes und legt mit dem Klassiker „Der kleine Horrorladen“ in einer Inszenierung von Jörg Gade am 14. November nach. Außerdem kehren die durchgängig ausverkauften Produktionen „Titanic“ und „Vermisst! Was geschah mit Agatha Christie?“ auf den Spielplan zurück. Mit der Oper „Cinderella“ feiert das Werk der 21-jährigen Komponistin Alma Deutscher am 6. Dezember seine Deutsche Erstaufführung. Die Oper ist für alle ab 10 Jahren, für jüngere Kinder wird es auch eine gekürzte Fassung geben. Die junge Komponistin wird außerdem das erste Sinfoniekonzert am 11. Oktober dirigieren. Das Junge Theater zeigt ab dem 17. Dezember „Momo“ in Laut- und Gebärdensprache. Für das vierte Sinfoniekonzert am 9. Mai kehrt Florian Ziemen als Gast zurück.
Das Theaterfest zu Beginn der Spielzeit findet am 6. September statt.
Der Vorverkauf für das Open Air Event startet am 11. Mai um 10 Uhr. Festplatz-Abonnements können ab dem 15. Juni gebucht werden. Der reguläre Vorverkauf für Einzelkarten und der Verkauf der flexiblen Abos beginnt am 10. August.
Eine Übersicht über das gesamte Programm findet sich auf der tfn-Website unter www.mein-theater.live. Die neuen Spielzeithefte sind ab sofort kostenlos im Service-Center (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim) erhältlich.
Musiktheater
Das Musiktheater eröffnet die Saison mit einem Open Air Event: vom 21. August bis zum 5. September zeigt das tfn auf dem Theatervorplatz Oscar Straus’ Operette „Eine Frau, die weiß, was sie will“, mit einer musikalischen Mischung aus Tango, Pasodoble, Jazzeinflüsse und Walzer. Neele Kramer und Julian Rohde übernehmen alle 18 Rollen. Mit „Wilhelm Tell“ – der letzten Oper von Rossini – eröffnet das Musiktheater am 3. Oktober die Trilogie der Spielzeit um den legendär gewordenen Freiheitskämpfer. Am 6. Dezember feiert die Oper „Cinderella“ der Komponistin Alma Deutscher ihre Deutsche Erstaufführung am tfn. Am 31. Januar kommt die fast vergessene Operette „Die Dorfkometesse“ der jüdischen Komponistin Rachel Danziger van Embden zurück auf die Bühne, deren Werke ab 1933 im Deutschen Reich nicht mehr gespielt werden durften. Den krönenden Abschluss bildet ab dem 27. März die Oper „Viel Lärm um nichts“ nach der gleichnamigen Komödie von William Shakespear, die vom Titanic-Team Matthias von Stegmann und Simon Lima Holdsworth in Szene gesetzt werden wird. Außerdem kehrt am 10. Oktober das beliebte Musiktheater-Solo „Der Barbier von Sevilla – kurz geschoren“ von und mit Tobias Hieronimi auf die Bühne zurück.
Schauspiel
Das Schauspiel bietet eine breite Mischung aus Komödien, Trägodien und vielen Facetten dazwischen: In Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“, dem aktuellen Lesestoff für das Zentralabitur 2027 in Niedersachsen, wird ein Haus vor den Toren Berlins zum Schauplatz deutscher Geschichte. Der beeindruckende Jahrhundertroman wird von Ulrike Müller, die schon im letzten Jahr „Der zerbrochne Krug“ inszenierte, auf die Bühne gebracht. Die Premiere findet am 6. September statt. Mit dem klug-bissigen Schauspielmonolog „Rex Osterwald“ feiert tfn-Schauspieler Gotthard Hauschild ab dem 12. September sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Die kurzweilige „Komödie im Dunkeln“ besticht mit Situationskomik und schwarzem Humor. Sie kommt am 24. Oktober auf die Bühne. Im Rahmen der Trilogie zeigt das Schauspiel Friedrich Schillers Klassiker „Wilhelm Tell“ ab dem 16. Januar. Jan Holtappels, den das Publikum bereits als Regisseur von „Farm der Tiere“ kennt, inszeniert nun das Schauspiel „Planet B“, das ab dem 6. März zu sehen ist, in dem verschiedene Tierarten, die den Folgen des Klimawandels ausgeliefert sind, um ihr Überleben kämpfen. Ums Überleben wird auch in der Komödie „Die Frist“ von Friedrich Dürrenmatt ab dem 24. April gekämpft: Der Generalissmus soll von seinen Ärzten so lange am Leben gehalten werden, bis seine Nachfolge geregelt ist – eine Komödie über die Mechanismen der Macht. Ab dem 25. September ist auf der Großen Bühne wieder die musikalische Schauspiel-Komödie „Ewig jung“ zu sehen.
Musical
Das tfn bringt ab dem 19. September den Erfolgsroman „Er ist wieder da“ als Musical in einer Uraufführung auf die Bühne, in dem Adolf Hitler im Jahr 2026 in Berlin aufwacht und versucht, wieder an Einfluss zu gewinnen. Die düster-ironische Komödie wird von Annika Dickel inszeniert und choreografiert. Die schaurig-skurrile Kult-Komödie „Der kleine Horrorladen“ ist ab dem 14. November in Hildesheim in einer Inszenierung von Jörg Gade zu sehen. Das Familienmusical „Der kleine Sherlock Holmes“ erzählt für alle ab 8 Jahren von dem allerersten Fall des späteren Genies und kommt ab dem 13. Februar auf die Bühne. „Dear Evan Hansen“ ist eine berührende Coming-of-Age-Geschichte, die von Sebastian Ellrich („Sweeney Todd“) inszeniert und ausgestattet wird. Die Premiere findet am 10. April statt. Außerdem kommen ab dem 1. Oktober das Krimi-Musical „Vermisst! Was geschah mit Agatha Christie?“ und ab dem 6. Mai das Orchester-Musical „Titanic“ auf die Bühne zurück.
Konzert
Bei den fünf Sinfoniekonzerten der Saison lernt das Publikum neue musikalische Handschriften kennen und trifft auch alte Bekannte wieder: Das erste Sinfoniekonzert am 11. Oktober wird von Alma Deutscher dirigiert, die sowohl eigene Werke wie auch Tschaikowskis 5. Sinfonie präsentiert. Beim zweiten Sinfoniekonzert tauchen die junge Dirigentin Magdalena Klein mit dem Trompeter Simon Höfele in Klangräume ein, die von der Natur des Nordens inspiriert sind. Beim dritten Sinfoniekonzert am 24. Januar widmen sich Michael Form am Pult und Anna Im an der Violine Werken von Schubert und Mozart und beim vierten Sinfoniekonzert kehrt Florian Ziemen am 9. Mai als Gast ans Haus zurück. Beim fünften Sinfoniekonzert präsentiert Achim Falkenhausen am 13. Juni mit dem Opernchor, dem Symphonischen Chor und dem Kammerchor Nowowiejskis „Quo vadis?“, das auf dem gleichnamigen Roman basiert.
Als Sonderkonzerte stehen mit „Und jetzt alle! – Karaoke mit Orchester“ und „Cinema on Stage“ wieder zwei beliebte Formate auf dem Programm, ergänzt durch Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“, dem Klavierfest zu Beginn der Saison, dem Traditionellen Weihnachtskonzert und dem Neujahrskonzert unter der Leitung von Achim Falkenhausen sowie den Kammerkonzerten.
Junges Theater
Das Stück „Knall! Bumm! Peng! Oder wer die Welt zusammen held“ von theaterWEITER bricht ab dem 24. September mit den traditionellen Heldenvorstellungen für Jugendliche ab 12 Jahren. Das Objekttheaterstück „Krims & Krams“ für Kinder ab 4 Jahren von Theater Karo Acht fragt ab dem 12. November nach dem Wert der kleinen Dinge und Theater PiedDeFou zeigt ab dem 17. Dezember Michael Endes „Momo“ in Laut- und Gebärdensprache. tanz.Utan bringt ab dem 11. Februar mit „Kopfkino“ ein kleines Spektakel für Kinder ab 8 Jahren auf die Bühne und lässt die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Zusätzlich zu diesen Premieren wird das Jugendstück „#woistemily?“ von Theater Persephone wieder aufgenommen sowie das Formen-Spiel mit Musik „Kreis, Dreieck und Quadrat“ von Theater Karo Acht für Kinder ab 2 Jahren.
Das Kinderstück zur Winterzeit wird im Jahr 2026 das Familienmusical „Pinocchio“ sein, das ab dem 22. November in Hildesheim zu sehen sein wird.
Das Junge Theater ist erstmals Teil der Trilogie: Mit „Tell – Das Musical“ bringt der Jugendchor ab dem 23. Mai zusammen mit der Jungen Philharmonie Hildesheim eine zeitgenössische Version des klassischen Stoffes unter der musikalischen Leitung von Achim Falkenhausen und in einer Inszenierung von Melanie Schweinberger für Jugendliche ab 14 Jahren auf die Bühne.
Die beiden Klassenzimmerstücke werden nach wie vor stark nachgefragt, so dass weiterhin „Out! – Gefangen im Netz“ mit Paul Hofmann und „Auf See“ mit Camila Cordero in Hildesheimer Schulen zu sehen sein werden.
Vermittlung
Die Vermittlung des Theaters bietet zahlreiche Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Theater nicht nur vom Zuschauersaal aus zu erleben, sondern selbst mitzuspielen, hinter die Kulissen zu blicken und eigene Ideen einzubringen. So werden die Jugendbeteiligungs-Formate „Young Visions!“ und „Mitmischen!“ fortgesetzt und selbstverständlich gibt es auch in dieser Spielzeit bei den drei Clubs für Kinder, Jugendliche sowie für Erwachsene die Möglichkeit, selbst eine Spielzeit lang ein Stück zu entwickeln. Beim Frühlingslabor „Reality Check“ können sich Jugendliche ab 12 Jahren mit der Verknüpfung aus Politik und modernen Medien auseinandersetzen und beim Herbstlabor „Was wäre, wenn ..?“ Kinder ab 8 Jahren ein Hörtheaterstück entwickeln.
Außerdem wird die während der noch laufenden Spielzeit erfolgreich eingeführte monatliche „Open Hour“ fortgesetzt sowie das kürzlich eingeführte Jugend-Format „Essen, Chillen und Quatschen im Theater“. Die Jungen Theatertage bringen vom 16. bis zum 21. Februar ein buntes Programm aus Kinder- und Jugendtheaterstücken nach Hildesheim – in der Spielzeit 26_27 zum ersten Mal in der Kooperation mit dem Theaterhaus Hildesheim. Das Nachwuchsförderprogramm „Coming Out“ gibt einem ausgewählten studentischen Projekt die Möglichkeit im Rahmen der tfn-Strukturen zu produzieren und aufzuführen. Das Netzwerk der Kulturkompliz_innen umfasst inzwischen 24 Schulen und Kitas in und um Hildesheim und ermöglicht jungen Menschen von der Kita bis zur Oberstufe mindestens einmal im Jahr ein Erlebnis im Theater. Weitere Mitmach-Angebote sind im Spielzeitheft und online unter www.mein-theater.live zu finden.
Foto: oh/Tim Müller
