Montag, Juni 17Nachrichten rund um Hildesheim
Shadow

Achtes Abo-Konzert der „NWD“ präsentiert zweimal „Mozart“

Sopranistin Julia Bauer (© Neda Navee)

Wolfgang Amadeus Mozarts „Bastien und Bastienne“ und „Sinfonie Nr. 39“am 15. Juni in der Kurstadt

Kurz vor den anstehenden Sommerferien wird dem Bad Salzufler Publikum gleich zweimal „Mozart“ am 15. Juni (Samstag) 2024, ab 19.30 Uhr, in der Konzerthalle musikalisch geboten. Das Ensemble der Nordwestdeutschen Philharmonie (NWD) unter Leitung ihres Gastdirigenten Frank Beermann widmet sich zum Saisonabschluss mit dem achten Teil ihrer Abo-Reihe Wolfgang Amadeus Mozarts „Bastien und Bastienne“ und seiner „Sinfonie Nr. 39“. Als Solisten werden auf der konzertanten Bühne die Sopranistin Julia Bauer sowie Bariton Dominic Barberi und Tenor Davis Heimbucher zu sehen und zu hören sein.

Gastdirigent Frank Beermann (© Beermann)

Eines der frühesten Singspiele von Wolfgang Amadeus Mozart ist „Bastien und Bastienne“. Es entstand 1767/1768, als Mozart zwölf Jahre jung war. Die erste nachweisbare Aufführung ist die vom 02. Oktober 1890 im Architektenhaus in Berlin. Leopold Mozart nannte das Werk „Operetta“. Für den Librettisten hingegen, der Wiener Schauspieler Friedrich Wilhelm Weiskern, war es „eine Französische Operacomique“. Dieses Genre wie auch das Schäferthema waren damals in Mode. Das Singspiel in einem Akt in deutscher Sprache verwendet zweiteilige Arien, die auf virtuose Koloraturen verzichten, wie sie die italienische Oper mit ihren Da capo Arien damals enthielt, und enthält viele gesprochene Dialoge nach Art der französischen Opéracomique. Auf diesen Ursprung des Mozart-Librettos weisen bereits die Namen im Titel dieses Werkes.

Die „Sinfonie Es-Dur Köchelverzeichnis 543“ komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Sommer 1788 in Wien. Nach der „Alten Mozart-Ausgabe“ trägt die „Sinfonie die Nummer 39“. Das Werk ist vom 26. Juni 1788 datiert und somit die erste der im Sommer 1788 entstandenen drei Sinfonien. Sie erhielt im frühen 19. Jahrhundert den Beinamen „Schwanengesang“.

Sopranistin Julia Bauer

Bekannt für ihre funkelnden Koloraturen und atemberaubenden Interpretationen von klassischer und zeitgenössischer Musik hat sich Julia Bauer als renommierte „Coloratura Soprano“ herauskristallisiert. Unzählige internationale Engagements führten die junge Künstlerin an Theater wie das „New National Theatre“ in Tokyo, das „Oregon Bach Festival“ in Eugene USA, die „Volksoper Wien“, der „Palau de les arts Reina Sofia“ in Valencia und das „Teatro della Maestranza“ in Sevilla. In ihrer Heimat Deutschland ist sie an den meisten führenden Opernhäusern aufgetreten, darunter die Semperoper in Dresden, die Staatsoper Stuttgart, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Komische Oper Berlin, und der Staatsoper Hannover. Im Konzert tritt Julia Bauer regelmäßig in vielen der heute führenden Orchester unter der Leitung von Dirigenten wie Daniel Barenboim, Frank Beermann, Martyn Brabbins und Dan Ettinger auf.

Bariton Dominic Barberi

Dominic Barberi schloss sein Studium am „Royal Conservatoire of Scotland“ unter Stephen Robertson ab. Er ist ehemaliges Mitglied des Ensembles des Nationaltheaters Mannheim und des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim. Zu den Höhepunkten zählen Sarastro aus „Die Zauberflöte“ und Colline aus „La Bohème“ an der Berliner Staatsoper sowie viele weitere Rollendebüts. 2019 nahm Dominic am „Operalia“-Wettbewerb teil und erreichte das Halbfinale des „Wigmore Hall Song Competition“. 2017 vertrat er England beim „BBC Cardiff Singer of the World“-Wettbewerb und war Finalist beim „IVC s‘ Hertogenbosch“-Wettbewerb, wo er den „Händel Award“ erhielt. Dominic Barberi ist als Gastsolist in ganz Europa aufgetreten, unter anderem in Händels „Messias“, Bachs „Johannespassion“, Haydns „Die Schöpfung“, Mozarts „Requiem“, Dvořáks „Stabat Mater“, Mendelssohns „Elias“ und einer Weltpremiere des „Luther-Oratoriums“ in der Berliner Philharmonie.

Tenor David Heimbucher

Der Tenor David Heimbucher wuchs in Kassel auf und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren am Klavier. Schon während der Schulzeit war er Mitglied im Kinder-, Jugend- und schließlich Extrachor des Kasseler Staatstheaters. Nach dem Abitur studierte er zunächst Schulmusik an der Universität Kassel im künstlerischen Hauptfach Gesang. Der Abschluss folgte 2021 mit der ersten Staatsprüfung. Seit Frühjahr 2021 studiert David Heimbucher Gesang an der Musikhochschule Lübeck in der Gesangsklasse von Isabel Schaarschmidt. Schon im ersten Semester wirkte er in einer Hochschulproduktion der Zauberflöte mit und war 2021/22 ständiger Gast der Hamburger Kammeroper. Es folgten Hochschulproduktionen von Ravels „Lˋenfant et les sortilèges“, Franz von Suppés „Schöner Galathée“, Mozarts „Così fan tutte“  und Haydns „Orlando Paladino“. Zurzeit ist er Teil einer Produktion von Saint-Saëns „Samson et Dalila“ am Theater Kiel. Meisterkurse im Liedgesang u. a. bei Edda Moser und Juliane Banse runden die musikalische Ausbildung ab und auch in der Kirchenmusik kann er ein breites epochenübergreifendes Repertoire aufweisen.

Gastdirigent Frank Beermann

Ein großer Repertoireschwerpunkt des Dirigenten Frank Beermann sind die Opern von Richard Wagner. Seine Interpretationen von Tristan und Isolde im Rahmen der „Mindener Wagnerprojekte“ sowie „Der Ring des Nibelungen“ (2015 bis 2019) an selber Stelle ernteten größtes Lob in den deutschen und internationalen Feuilletons. Frank Beermann war von 2007 bis Sommer 2016 Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz und Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie. Im Januar 2020 debütierte er mit großem Erfolg am „Théâtre du Capitole“ in Toulouse, wo er mit dem „Orchestre National du Capitole de Toulouse“ eine Neuproduktion von Wagners „Parsifal“ und eine Neuproduktion von Richard Strauss „Elektra“ leitete. Unter den nationalen und internationalen Engagements der letzten Zeit waren Debüts beim „Athens National Orchestra“, dem „Philharmonia Orchestra London“ und dem Staatstheater Stuttgart. Des Weiteren hat Frank Beermann zusammen mit den Bamberger Sinfonikern, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und der Nordwestdeutschen Philharmonie zusammengearbeitet.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preis ab 25 Euro per E-Mail an theaterkasse@bad-salzuflen.de und telefonisch unter (05222) 95 29 09 sowie zu den Öffnungszeiten der Theaterkasse im Kurgastzentrum (Parkstraße 20) erhältlich. Restkarten, sofern verfügbar, sind an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr) zu erwerben.