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Jahrestagung des Hansischen Geschichtsvereins mit öffentlichem Vortrag

Vom 20. bis 23. Mai gastiert der bereits 1870 gegründete traditionsreiche Hansische Geschichtsverein im Hildesheimer Rathaus.

Vom 20. bis 23. Mai gastiert der bereits 1870 gegründete traditionsreiche Hansische Geschichtsverein anlässlich seiner Jahrestagung im Hildesheimer Rathaus (Gustav Struckmann Saal).

Es ist nach 1880, 1907, 1938 und 1971 die fünfte Pfingsttagung des Vereins in Hildesheim, die in diesem Jahr unter dem Thema „Hansestädte und Bischöfe“ steht. Im Mittelpunkt stehen die Hansestädte in den Bistümern Halberstadt, Bremen, Magdeburg, Hildesheim, Lübeck, Reval, Ermland, Utrecht und Stockholm. Am Dienstag, 21. Mai, 19 Uhr, hält der Hildesheimer Stadtarchivar Prof. Dr. Michael Schütz einen öffentlichen (gebührenfreien) Abendvortrag zum Thema „Hildesheim, der Bischof und die Hansestädte in der Stiftsfehde 1519-1523“.

Zum historischen Hintergrund

Die Stadt Hildesheim hat in der Hanse keine herausragende, aber eine tragende Rolle gespielt. Sie war von der Entstehungszeit des Städtebundes um die Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum letzten Hansetag 1669 ununterbrochen dessen Mitglied. Bedeutender war der Einfluss innerhalb der sächsischen Städtegruppe. Dort initiierte Hildesheim mehrere Einungen und unterstützte deren Mitglieder mehrfach tatkräftig. 1267/68 wurde Hildesheim erstmals mit Bremen, Hamburg und ostfälischen Städten in Gent tätig, 1293 ist der Handelsverkehr in der Ostsee belegt. Die bevorzugten Handelspartner der Hildesheimer Händler waren neben den südniedersächsischen Städten die Seestädte Lübeck, Hamburg und Bremen. Dem Handel nach Flandern kam eine besondere Bedeutung zu. Zu den Hansetagen entsandte Hildesheim bis tief ins 16. Jahrhundert hinein nur selten Ratssendeboten und ließ sich meistens von Braunschweig vertreten. Erst mit Beginn des Dreißigjährigen Krieges schloss sich die Stadt wieder eng an die Hanse an und beschickte die Hansetage mit eigenen Ratssendeboten.

Foto: oh/Stadt Hildesheim