Die Wiederkäuer im Wildgatter vertragen keine rohen Nudeln.

Im Wildgatter Ochtersum ist erneut ein Tier wahrscheinlich aufgrund falscher Fütterung durch Besucherinnen/Besucher zu Tode gekommen:

Die etwa zwölf Jahre alte Hausziege „Omi“ wurde am frühen Morgen des 10. Januar von einem Mitarbeiter tot und mit stark aufgequollenem Bauch im Stall aufgefunden. Am Zaun der Anlage lag eine leere Spaghettiverpackung. Insbesondere rohe Nudeln können bei Wiederkäuern wie Ziegen, Muffel-, Rot- und Dammwild oder auch bei Kamerunschafen Beschwerden bis zu lebensbedrohlichen Koliken verursachen. Darauf wird auch auf Schildern an verschiedenen Stellen im Wildgatter hingewiesen. Offenbar wurde das Tier aber trotz der Hinweise mit Nudeln gefüttert und ist wahrscheinlich qualvoll verendet. Bereits 2013 waren im Wildgatter zwei Muffelwilder wahrscheinlich ebenfalls durch unsachgemäße Fütterung zu Tode gekommen.

Vergiftungserscheinungen oder Koliken treten häufig erst einige Stunden nach der Futteraufnahme auf, sodass es nicht sofort auffällt, wenn unverträgliche Nahrungsmittel verfüttert wurden. Auch abgerissene Blätter oder Gräser sollten nicht verfüttert werden. Zum Füttern der Ziegen und Rothirsche steht ein Automat zur Verfügung. Ist dieser leer, haben die Tiere ihre Tagesportion bereits bekommen.

Aufgrund des aktuellen Falls wird nochmals ausdrücklich auf das Fütterungsverbot mitgebrachter Speisen im gesamten Wildgatter hingewiesen und darum gebeten, aus Rücksicht auf die Tiere die Hinweisschilder nicht zu ignorieren. Im aktuellen Fall der verendeten Ziege wurde daher auch Anzeige bei der Polizeiinspektion Hildesheim wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Diese nimmt sachdienliche Hinweise unter Telefon 05121 939-115 entgegen.

Foto: oh/Stadt Hildesheim

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