Die an der Aktion Beteiligten setzten heute ein gemeinsames Zeichen für die Revitalisierung der Hildesheimer Innenstadt.

Der Rat der Stadt Hildesheim hat im März ein umfangreiches Programm zur Revitalisierung der Innenstadt beschlossen, von denen einige Maßnahmen (Starthilfe, Gutscheinaktionen) bereits umgesetzt sind, andere wie die „Pop-Up-Spielplätze“ gerade angelaufen sind.

Nun folgt mit der Leerstands-Aktion „Wir kümmern uns“, die am 4. Juni gestartet ist, ein weiterer Baustein des Programms. Dabei werden viele Leerstände in der Innenstadt auf Vermittlung der Stadtverwaltung mit Zwischennutzungen bespielt und können in den kommenden Monaten auf diese Weise interessante Angebote machen, die es sonst nicht geben würde.

Kostümführerinnen: Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer besuchte einige der Pop-Up-Stores, darunter auch den der Hildesheimer Kostümführerinnen.

„Mit einem relativ kleinen finanziellen Budget in Höhe von 25.000 Euro können wir mit dieser Maßnahme große Wirkung erzielen und unsere Innenstadt nicht nur schöner, sondern auch lebendiger gestalten“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer im Rahmen der offiziellen Eröffnung am 8. Juni, an der auch zahlreiche der beteiligten Akteurinnen und Akteure aus Gewerbe und Kultur vor den nun bespielten Leerständen in der Almsstraße teilnahmen. „Das ist wichtig, weil Leerstände oftmals – und so war es an dieser Stelle auch – verwahrlosen, vermüllt werden und damit auch auf ihre Umgebung negative Auswirkungen haben. Umso mehr freut es mich, dass bei der Aktion nun so viele Leerstände bespielt und auch optisch aufgewertet werden. Gemeinsam mit Ihnen setzen wir so ein sichtbares Zeichen dafür, dass ‚wir uns kümmern‘. Das ist gut und notwendig, weil lebendige Innenstädte in Zukunft nicht mehr selbstverständlich sind, sondern künftig gemeinsam mit Geschäftsleuten, Kultur- und Kunstschaffenden, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern, den Bürgerinnen und Bürger sowie natürlich der Stadtverwaltung erarbeitet werden müssen.“ Doch das allein werde noch nicht reichen: „Wir müssen unsere Bürgerinnen und Bürger dazu bringen, wieder verstärkt den lokalen Handel zu unterstützen. Dazu bedarf es einer attraktiven Innenstadt mit überzeugenden Angeboten für alle Altersgruppen. Daran werden wir weiterarbeiten“, so der Oberbürgermeister mit Blick auch auf noch folgende Maßnahmenpakete wie zum Beispiel das Kultur-Konzept „Kunst findet Stadt – Stadt findet Kunst“, das Integrierte Innenstadtkonzept oder Werbung für Hildesheim und Hildesheimer Veranstaltungen, die gemeinsam mit Hildesheim Marketing umgesetzt werden.

Annika Rachor, die mit dem Verein Pengo International einen Teil des von der Kulturfabrik genutzten Leerstands bespielt, führte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer durch den ehemaligen Leerstand.

Im Rahmen von „Wir kümmern uns“ gibt es die unterschiedlichsten Aktionen und Angebote. Der KulturRatskeller des Ateliers Licht.n.Stein bietet mit gastronomischem Ausschank auf dem Marktplatz und mit Speisen der drei umliegenden Restaurants Van der Valk, KA7 (Knochenhaueramtshaus) und Venezia eine in Hildesheim einmalige Kooperation. Die Universität veranstaltet im Leerstand Almsstraße/Ecke Wallstraße (ehemals Footlocker) mit ihrem Sommersemester das Projekt „Don’t stop thinking about tomorrow“, der Film- und Fotoclub hat dort bereits ein Fotostudio eingerichtet. Die Kostümführerinnen und Kostümführer werden mit einer Dependance mitten in der Fußgängerzone und vielen Aktionen zur Stadtgeschichte zu finden sein, Lilis‘ Shop ebenfalls mit Mode und Accessoires, Cooks & Wines mit edlen Tropfen. Die Kulturfabrik lädt mit ihren Partnern IQ und Theaterhaus gegenüber der Galeria Kaufhof in ein Kulturcafé, gleich nebenan sind die Blumenwerkstatt vom Moritzberg und „Eve in paradise“, ein Modehaus aus Hannover, zu finden. In Kürze folgen noch Kunstausstellungen zu Steinkunst und „Talismanischen Ereignissen“ sowie ein neues Projekt der „Orangery“ von Dominik Groenen und eine interessante Verschönerung der großen Schaufenster des ehemaligen H&M Hauses.

 

„Möglich war das alles nur, weil kreative und sehr unbürokratische Wege beschritten werden durften – auf durchaus experimentelle Art und Weise“, freut sich Eckard Homeister (Stadt Hildesheim, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften), der sich um das Quartiersmanagement Innenstadt kümmert.

Fotos: ©Stadt Hildesheim

Tags: , ,

Ähnliche Artikel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Musik • Tanz • Gesang

„bellatainment„

Ratskeller Salzhemmendorf

TAG wohnen Salzgitter

Wurst vom Bauernhof

Folge CityLive!

Archiv