Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland, danach erst folgt der Hund. Grundsätzlich gelten Stubentiger als verschmust und reinlich. Doch viele eigenwillige Miezen können durchaus Zähne und Krallen zeigen

Katzen gelten als verschmust und reinlich. Doch viele eigenwillige Miezen können durchaus Zähne und Krallen zeigen und diese auch nutzen.

Bei Verletzungen durch den Stubentiger droht eine hohe Infektionsgefahr

Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland, danach erst folgt der Hund. Grundsätzlich gelten Stubentiger als verschmust und reinlich. Doch viele eigenwillige Miezen können durchaus Zähne und Krallen zeigen und diese auch nutzen, wenn ihnen etwas nicht passt. Auch so manches kuschelige Spiel mit einem Kätzchen endet mit einem schmerzhaften Kratzer oder Biss, weil die Katze in einen Liebesrausch gerät und den Menschen beknabbern möchte. Beißt eine Katze dagegen aus dem Nichts und ganz ohne Anlass, hat sie möglicherweise nur Langeweile und buhlt um Aufmerksamkeit. Wenn eine Katze – aus welchem Grund auch immer – zugebissen hat, sieht die Wunde im ersten Moment meist harmlos aus, oft fließt nicht einmal sonderlich viel Blut. Doch der Eindruck der Harmlosigkeit trügt.

 

Nicht immer sind die Vierbeiner so friedlich wie auf diesem Foto. Bei Katzenbissen beispielsweise ist die Infektionsgefahr höher als bei Hundebissen, weil die spitzen, scharfen Zähne tief in Gewebe, Gelenke und Knochen eindringen können.

Zähne dringen tief ins Gewebe ein

Grundsätzlich entwickelt sich bei einem Tierbiss in 10 bis 15 Prozent der Fälle eine lokale, teils schwere Infektion, die sich im ungünstigen Fall zu einer Blutvergiftung ausweiten kann. Zudem können mit dem Biss Krankheiten wie Tollwut, Tetanus oder Rattenbissfieber übertragen werden. Was viele nicht wissen: Vor allem Katzenbisse haben es in dieser Hinsicht in sich. Bei ihnen ist die Infektionsgefahr höher als bei Hundebissen, weil die scharfen Zähne tief in Gewebe, Gelenke und Knochen eindringen können. Das hat anatomische Gründe, denn Katzenzähne sind vergleichsweise spitz, damit die Katze mit ihrem Gebiss fest zupacken und mit einer Art Stich tief in das jeweilige Objekt eindringen kann.

Infektionsrisiken reduzieren

Da Wundinfektionen nach einem Katzenbiss schon innerhalb weniger Stunden auftreten können, sollte man die Bisswunde sofort gründlich reinigen und anschließend desinfizieren, etwa mit Betaisodona, das rezeptfrei als Salbe oder als Lösung in der Apotheke erhältlich ist. Das Mittel bietet ein breites Wirkspektrum gegen wichtige Erreger von Wundinfektionen und bekämpft Keime schnell. Es ist gut verträglich, brennt nicht auf der Haut und fördert eine komplikationslose Wundheilung. Im Anschluss an die Desinfektion sollte die Wunde steril abgedeckt werden. Gefährlich wird es im Übrigen vor allem dann, wenn sich die Bisswunde oberflächlich schließt und sich die übertragenen Keime in den tiefer liegenden Gewebeschichten vermehren. Anzeichen hierfür sind Rötungen und Schwellungen. Dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Wenn die eigene Mieze häufiger Zähne und Krallen einsetzt, sollte man erzieherisch auf sie einwirken, denn auch Katzen sind durchaus lernfähig. (djd).

 

Fotos: djd/Hermes Arzneimittel GmbH/shutterstock

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