Auch in der Grünanlage Steingrube sammeln die Teilnehmenden des Wallstraßenprojekts regelmäßig Müll, finden dort aber nach eigener Einschätzung vergleichsweise wenig.

Normalerweise sind die Teilnehmenden des Wallstraßenprojekts der Drogenhilfe (Suchtkranke, Wohnungslose) unterwegs und helfen bei Naturschutzmaßnahmen oder erledigen kleinere Arbeiten im Rahmen der Spielplatzpflege.

Aufgrund der Corona-Pandemie fielen diese Einsätze allerdings einige Wochen aus, sodass die am Projekt Teilnehmenden vermehrt bei der Drogenberatung und den städtischen Streetworkern nachfragten, ob es trotz Infektionsgefahr kleine Arbeiten gäbe, um der Leere zu entfliehen, zumal die üblichen Anlaufstellen (Tagestreffs usw.) aktuell im Notbetrieb laufen. So bildete sich eine Gruppe Freiwilliger zum Müllsammeln.

Die Drogenberatung wandte sich im Vorfeld an die Stadt, um zu klären, ob solche Einsätze unter Beachtung der Hygieneregeln stattfinden könnten. Es gab grünes Licht und seitdem schwärmen mehrmals wöchentlich die Freiwilligen von der Drogenhilfe durch städtische Grünanlagen und die Innenstadt und befreien diese Bereiche in Absprache mit dem Bauhof von achtlos weggeworfenem Müll.

„Bemerkenswert sind die Müllmengen: Im Schnitt sind es drei bis vier große Müllsäcke, die auch bei augenscheinlich ‚sauberen‘ Anlagen wie der Steingrube, dem Ernst Ehrlicher Park oder Wallanlagen aus dem Grün gezogen werden. Sehr oft sind es Kunststofffolien (Chipstüten, Bonbonpapier, Tabaktüten), aber auch massenhaft To-Go-Becher, Batterien und Deospraydosen, die in den Parks zu finden sind“, berichtet Streetworker Sascha-Alexander Kirchner und ergänzt: „Solche Freiwilligengruppen kann jeder Bürger, der Lust dazu hat, ins Leben rufen. Der Bauhof bietet dabei auf Anfrage Unterstützung.“

Fotos: ©Stadt Hildesheim

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