Ralf Severith (Stadt Hildesheim, Baumkontrolle und -pflege), Simone und Stefan Holstein (v. l.) sind sich sicher: Die Bienenvölker auf dem Südfriedhof sind eine naturnahe Bereicherung für die Stadt.

Seit einigen Jahren gibt es immer wieder alarmierende Medienberichte zum weltweiten Bienensterben.

Diesem möchte die Stadt Hildesheim im Rahmen ihrer erfolgreichen Zertifizierung als naturnahe Stadt mit einem weiteren Projekt entgegenwirken: der Ansiedlung von Bienenvölkern auf dem städtischen Südfriedhof. In einem Pilotprojekt mit der ortsansässigen Imkerin Simone Holstein soll vorerst für die Dauer eines Jahres die Haltung von Bienenvölkern auf dem Gelände des Südfriedhofs erprobt werden.

„Die allgemein bekannten Vorteile der Bienenhaltung liegen unter anderem in der emsigen Bestäubertätigkeit dieser Insekten in einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern, was zum Beispiel auf den umliegenden Hausgärten und blühenden Freiflächen hoffentlich zu einer Steigerung des Ertrags von Obstbäumen und zur Vermehrung von Blühpflanzen führen wird“, erklärt Ralf Severith (Stadt Hildesheim, Baumkontrolle und -pflege) den Ansatz. „Wir leisten damit nach der Anlage von Blühflächen und der Pflege von Habitatbäumen als Lebensraum nun einen weiteren Beitrag zur Steigerung der Biodiversität in den öffentlichen Grünanlagen.“

Die Stadt Hildesheim ist als eine von bundesweit 14 Kommunen im Herbst 2019 mit dem Label „StadtGrün naturnah” für die naturnahe Gestaltung von Grünanlagen ausgezeichnet worden. Das Label wurde vom Projektbüro „Stadtgrün naturnah” vergeben, das sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der „Deutschen Umwelthilfe“ zusammensetzt. Beworben hatten sich insgesamt 57 Kommunen.

Die Zertifizierung als naturnahe Stadt gilt für drei Jahre. In dieser Zeit werden Maßnahmen, die im Arbeitskreis des Labels erarbeitet wurden, umgesetzt. Hierzu gehört zum Beispiel eine extensive Wiesenpflege, die Aussaat von gebietsheimischem Blühpflanzensaatgut, eine weitere Steigerung der Artenvielfalt im Baumbestand und eine Verbesserung der Strauchpflegemaßnahmen um Lebensräume für Tiere. Zum Arbeitskreis des Labels zählen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden, der Uni Hildesheim, des Bistums Hildesheim, der Verwaltung und der Politik.

Foto: ©Stadt Hildesheim

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