Für die KGS Gronau liegen pünktlich zum neuen Schuljahr elf weitere Schulen Radschulwegpläne vor.

Mit der KGS Gronau wurde im vergangenen Jahr der Anfang gemacht – nun liegen pünktlich zum neuen Schuljahr für elf weitere Schulen Radschulwegpläne vor.

In Kooperation mit den Schulen und den Städten und Gemeinden hat der Landkreis für insgesamt elf weiterführende Schulen im Kreisgebiet Radschulwegpläne erarbeitet. Unterstützt wurde er dabei vom Planungsbüro SHP sowie der Design-Gruppe aus Hannover. Zwei Aspekte standen dabei im Vordergrund: Wo gibt es Konfliktstellen und welche Wege können den Schülerinnen und Schülern empfohlen werden?
Grundlage dafür war eine Online-Befragung der Schülerinnen und Schüler. Sie konnten dabei die eigenen Schulwege eintragen und Problempunkte markieren. Aufgrund des Umfangs und der besseren Handhabung wurden alle interessierten Schulen in zwei Blöcken bearbeitet. An der ersten Befragung vor den Sommerferien 2021 nahmen die Molitoris-Oberschule Harsum, das Gymnasium Sarstedt, die Schiller-Realschule Sarstedt, die IGS Bad Salzdetfurth, die Oberschule Söhlde sowie das CJD Elze teil. Nach den Herbstferien 2021 waren die Oberschule Bockenem, die Marienbergschule Nordstemmen, das Gymnasi-um Alfeld, die Carl-Benscheid-Realschule Alfeld sowie die Schulrat-Habermalz-Schule Alfeld dabei.

Für alle Schulen zusammen wurde dann ein Abschlussbericht erarbeitet. Dieser enthält u.a. Informationen darüber, wie die Fahrradnutzung an den Schulen ist und warum ggf. das Fahrrad nicht genutzt wird. So kommen im Sommer gut ein Viertel der Schülerinnen und Schüler mit dem Rad zur Schule, im Winter halbiert sich der Anteil. Während in Sarstedt über 60 Prozent das Fahrrad nutzen, sind es an der OBS Bockenem nur zwölf Prozent. Erklären lässt sich dies mit dem Einzugsbereich sowie der Topographie. Als Hauptgründe für die Nicht-Nutzung des Fahrrades werden über alle Schulen zusammen zu rund 27 Prozent „Der Weg ist zu lang“ und zu 13 Prozent „Ich bin zu faul“ angegeben. Interessanterweise spielt der Grund „Es gibt keinen Radweg“ nur eine untergeordnete Rolle.
Für jede Schule werden in Karten die genutzten Wege sowie die identifizierten Konfliktbereiche dargestellt.

Es ist nun an den Städten und Gemeinden, zusammen mit dem Landkreis umsetzbare Maßnahmen zur Entschärfung vorzubereiten und umzusetzen.
Als zweiten Baustein gibt es für jede Schule einen eigenen gedruckten Radschulwegplan. Hauptbestandteil ist eine Karte mit den empfohlenen Radwegen zur Schule. Darüber hinaus sind Tipps für den Schulweg und für ein verkehrssicheres Fahrrad enthalten. Diese Pläne werden von den Schulen an die Schülerinnen und Schüler verteilt und sind auf den Websites der Schulen eingestellt. Der Bericht sowie die einzelnen Pläne sind unter www.landkreishildesheim.de/radfahren bereitgestellt.

„Mit der Radschulwegplanung leisten wir einen Beitrag, um die Nutzung des Fahrrades auf dem Weg zur Schule weiter voranzubringen“, so Erste Kreisrätin Evelin Wißmann. „Die Pläne können auch dazu anre-gen, Rad-Fahrgemeinschaften von Schülerinnen und Schülern zu bilden und die Zahl der Elterntaxis zu reduzieren.“

Foto: oh/SylwiaAptacy

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