Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hildesheim hat den Weg für die Erstellung von vier großen Graffiti in Hildesheims Innenstadt freigemacht.

Die Graffiti werden am Gebäude der ehemaligen Footlocker-Filiale in der Almsstraße, der anliegenden Eierund- und Ehlert-Fassade sowie an der Fassade des ehemaligen Kulturhauptstadtbüros direkt an der Kaiserstraße/Ecke Bernwardstraße entstehen. Alle vier Arbeiten sollen in einem künstlerischen Zusammenhang stehen und die beiden Quartiere besser verzahnen. Sinn dieser Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu heben, die Stadt mittels Kunst und Kultur schöner zu machen.

Möglich wird dies durch das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die Kosten belaufen sich auf rund 90.000 Euro, der städtische Anteil beträgt zehn Prozent. „Die Innenstädte unterliegen bereits seit längerer Zeit einem Strukturwandel, den wir in Hildesheim aktiv mitgestalten möchten“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Deswegen wollen wir insbesondere Handel und Gastronomie stärken, indem wir die Aufenthaltsqualität in der Stadt erheblich verbessern und auch neue Nutzungen ermöglichen: mehr Kunst und Kultur, mehr Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt. Die Graffiti an diesen zentralen Wänden sind neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen ein weiterer Mosaikstein auf diesem Weg. Sie werden unsere Innenstadt attraktiver machen. Mein besonderer Dank gilt den Immobilieneigentümern, die Ihre Fassaden für dieses Projekt zur Verfügung stellen.“

Der Auftrag für das Projekt wurde nach einer Ausschreibung durch die Stadt Hildesheim an die Kulturfabrik Löseke vergeben. Mit der Nord.Wand.Galerie in der Hildesheimer Nordstadt hat die Kufa bereits fundierte Erfahrungen damit, spektakuläre Graffitis unter Einbindung der Bevölkerung umzusetzen. „Wir freuen uns sehr, für die Belebung der Hildesheimer Innenstadt einen weiteren Beitrag leisten zu dürfen und hoffen auf rege Beteiligung der Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger.“

Auch Tobias Eierund, Eigentümer der Fassade an der Almsstraße 34a, ist gespannt auf die Gestaltungen: „Ich freue mich, dass bei diesem Projekt alle Beteiligten an einem Strang ziehen, was sicherlich keine Selbstverständlichkeit ist. Das Graffiti wird unsere Innenstadt aufwerten.“

Wesentlicher und sehr wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Tatsache, dass die Hildesheimer Bevölkerung mitbestimmen kann, wie die Graffiti aussehen und mit welchem Thema sie sich beschäftigen sollen. Zudem wird sich auch eine Jury mit der Thematik auseinandersetzen. Der gesamte Prozess wird von der Kulturfabrik (Kufa) Hildesheim koordiniert und verantwortlich durchgeführt.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung soll zunächst ein Oberthema gefunden werden, das als Motto für die Gestaltungen dient und eine inhaltliche Klammer für die Graffiti bildet. Später dürfen alle interessierten Hildesheimerinnen und Hildesheimer über die entstandenen Entwürfe abstimmen. Zusätzlich zu diesem Bürgervotum fließt in die Entscheidung überdies die Meinung der Fachjury ein. Aus der so entstandenen Vorauswahl wählen dann die Eigentümer der Fassaden ihren Favoriten aus.

Eine erste Möglichkeit, sich am Graffitiprojekt zu beteiligen, gibt es im Rahmen des „Weihnachtsfunkelns“, der weihnachtlichen Quartieraktion am Angoulêmeplatz vom 8. bis 10. Dezember. Alle Interessierten können sich mit Ideen zum Oberthema für die Fassaden einbringen und die Ergebnisse eines Graffitiworkshops mit Jugendlichen bewundern.

Ein weiteres Graffitiprojekt wird derzeit vom PULS am Angoulêmeplatz durchgeführt. Die Fassade des Gebäudes aus den sechziger Jahren soll passend zum Standort von einer Künstlerin oder einem Künstler aus Angoulême gestaltet werden. Bis spätestens 15. Mai 2023 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Foto: AdobeStock

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