Juryreport zum Bewerbungsprozess „Kulturhauptstadt Europas 2025“

Die Städte Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg wurden am 12. Dezember 2019 für die zweite Runde im Bewerbungsverfahren um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ empfohlen, die Städte Dresden, Gera und Zittau schieden aus. Nach der Verkündung hat die zwölfköpfige, international besetzte Jury einen Bericht über ihre Entscheidung in der Vorauswahlrunde im Kulturhauptstadt-Bewerbungsverfahren erstellt. Dieser Report gibt den Städten auf der Shortlist wichtige Hinweise für die Überarbeitung ihrer Bewerbungsbücher (Bid Books 2), die bis zum 31. Juli eingereicht werden müssen. Die finale Auswahl der „Kulturhauptstadt Europas 2025“ wird dann im Rahmen eines Meetings vorgenommen, das vom 21. bis 23. September in Berlin stattfindet.

Im Hildesheimer Bid Book überzeugte in erster Linie die Kulturstrategie der Bewerbung Hildesheims das Gremium. Das hat die internationale Jury in ihrem Report, der am 24. Januar 2020 von der Kulturstiftung der Länder veröffentlicht wurde, klar formuliert: „The panel was convinced by the cultural strategy spanning relevant regional involvement and integrating a coordinated urban development vision, while the ECoC role is clearly expressed.“ Sowohl in der Präsentation als auch inhaltlich habe Hildesheim deutliche Akzente gesetzt: Die entwickelte Kulturstrategie könne sich auf ein relevantes regionales Engagement stützen und integriere eine koordinierte Stadtentwicklungsvision. Das starke Programm zum Kapazitätsaufbau und die Strategien für die Kreativwirtschaft seien wichtige Stützpfeiler. Der im Programm vorgeschlagene „Neuverwurzelungsprozess“ für die Region enthalte vielversprechende Konzepte und Überlegungen.

Gleichwohl enthält der Juryreport auch wichtige Handlungsempfehlungen. So wird unter anderem die noch nicht ausreichend erkennbare europäische Vision des vorgeschlagenen Programms hervorgehoben. Darüber hinaus richten die Juroren ihren Blick auf die finanzielle Situation der Stadt und weisen auf das im Falle des Ausbleibens der Fördermittel Dritter einhergehende Risiko hin. „Wir werden unsere Bewerbung in Bezug auf die Hinweise der Jury analysieren und mit Hochdruck an der Neuauflage des Bid Books arbeiten. Und wir werden unseren Blick noch stärker auf Europa und auf die Vernetzung auf der europäischen Ebene richten“, so Lene Wagner, Leiterin des Projektbüros Hildesheim 2025. „Gemeinsam mit unserem Team Kulturhauptstadtbewerbung Hildesheim 2025 werden wir unser Konzept weiter verfeinern, konkretisieren und detailliert ausarbeiten,“ ergänzt Carolin Hochleichter, die das Hildesheimer Team auf der zweiten Etappe konzeptionell unterstützt.

Der Juryreport kann unter https://www.hi2025.de ebenso wie das erste Bid Book eingesehen werden.

 

Foto: Adobe Stock

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