Efeu ist ein echtes Insektenparadies und mit seiner späten Blütezeit eine der wenigen Nahrungsquellen für Bienen im Herbst.

 

Wie man Garten oder Balkon zum gedeckten Tisch für die fleißigen Insekten macht

Frühlingszeit ist Pflanzzeit. Mit Schaufel und Gießkanne in der Hand machen sich jetzt wieder viele Hobbygärtner daran, ihre grüne Oase neu zu gestalten. Wer dabei auch an die Umwelt denkt, kann gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Honig- und Wildbienen leisten. Denn sie sind in Gefahr. Durch negative Einflüsse wie Monokulturen und den Klimawandel hat sich die Zahl der Bienenvölker in Deutschland in den letzten 70 Jahren um 60 Prozent verringert. Da Honigbienen nicht nur leckeren einheimischen Honig produzieren, sondern mit ihrer Bestäubungsleistung auch den Erhalt von 80 Prozent der heimischen Pflanzenarten sichern, sind sie für unsere Ökosysteme unverzichtbar. Schon mit kleinen Maßnahmen im privaten Grünbereich können sie wirksam unterstützt werden.

Auf verschiedene Blühzeiten achten

Geeignet sind dafür laut dem Deutschen Imkerbund (D.I.B.) neben zahlreichen Blumen auch verschiedene Obstbäume und -sträucher, diverse Kräuter sowie Stauden- und Zwiebelgewächse. Wichtig ist, gute Nektar- und Pollenlieferanten zu wählen und darauf zu achten, dass die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeiten blühen, damit die Bienen die ganze Saison lang Nahrung finden – also von Krokus und Schneeglöckchen über Rosen und Beerensträucher bis zu Efeu und Herbstanemone. Informationen dazu und kostenlose Broschüren zum Download gibt es unter www.deutscherimkerbund.de. Besonders attraktiv sowohl für die Bienen als auch für die gärtnernden Menschen sind Pflanzen, die sich zusätzlich in Küche und Haushalt einsetzen lassen. Hier sind einige Beispiele.

Bienenfreundliche Pflanzen mit „Zusatznutzen“

– Obstbäume und Sträucher wie Apfel, Birne, Kirsche, Johannis- oder Himbeere liefern frische Früchte, die sich sowohl pur genießen als auch zu köstlichen Marmeladen oder in zahlreichen Gerichten, Kuchen und Desserts verarbeiten lassen.
– Kräuter wie Thymian, Schnittlauch, Salbei und Zitronenmelisse sind in der Küche ebenfalls vielseitig einsetzbar. Frisch geerntet und garantiert unbehandelt bieten sie gegenüber vielen Trockengewürzen nicht nur geschmackliche Vorteile.
– Unter den Staudengewächsen sticht der Lavendel mit seinem betörenden Duft besonders hervor. Man kann ihn als besonderes Würzkraut und für Duftkissen und entspannende Badezusätze verwenden.
– Bei den Blumen ist die schöne Malve sogar als Tee genießbar, während weißer Senf mit seinen hübschen gelben Blüten nicht nur die Bienen einlädt, sondern auch die Ernte frischer Senfkörner ermöglicht.

Besuchen Sie doch einfach Ihre örtliche Imkerei. Dort gibt es nicht nur guten regionalen Honig, sondern auch das gebündelte Fachwissen in Sachen Bienen- und Pflanzenkunde. (djd)

 

Foto: djd/Deutscher Imkerbund e.V./Thorsten Roeder

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