Die Polizeiinspektion Hildesheim möchte auf Tipps der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes hinweisen.

 

 

Am Dienstag, den 21.05.2019, in der Zeit 10:00 Uhr bis 13:30 Uhr nahmen Betrüger fernmündlich Kontakt zu einer 75jahre alten Harsumerin auf.

Am Telefon wurde der Geschädigten im Rahmen mehrerer Gespräche und wechselnder angeblicher Amtspersonen mitgeteilt, dass ein Zettel mit der Adresse der Geschädigten bei einer ausländischen Diebesbande aufgefunden worden sei und ein Einbruch vermutlich kurz bevorstehe. Durch geschickte Gesprächsführung wurde die Harsumerin dazu veranlasst ihre Bankfiliale aufzusuchen, um dort 1500 Euro abzuheben.

Das Bargeld sollte später durch einen vorbeikommenden Polizeibeamten „gesichert“ werden. Eine aufmerksame Filialmitarbeiterin verständigte jedoch die Polizei, so dass die Geldübergabe letztendlich scheiterte. Ein „falscher Polizeibeamter“ konnte trotz polizeilicher Maßnahmen vor Ort nicht ermittelt werden, da der Harsumerin auf ihrem Weg zur Bankfiliale zuvor durch die Anrufer auferlegt worden war, ständigen Kontakt über ein Mobiltelefon zu halten.
Bereits am Donnerstag, den 16.05.2019, in der Zeit 14:00 bis 14:30 Uhr, nahmen Betrüger fernmündlich Kontakt zu einem 75jährigen Fredener auf. Die Tat wurde von ihm jedoch erst am 21.05.2019 an-gezeigt. Demnach wurde dem Geschädigten am Telefon ein Gewinnversprechen in Höhe von 83.000 Euro offeriert. Zur Gewinnausschüttung sollten allerdings zuvor Gebühren (Zollgebühren, Notarskosten, etc.) in Höhe von 1750 Euro per Überweisung gezahlt werden. Nachdem sich der Fredener eine Kontonummer geben ließ, ging dieser nicht weiter auf die Geldzahlung ein. Ermittlungsansätze sind durch die bekannt gewordene Bankverbindung vorhanden.
In diesem Zusammenhang möchte die Polizeiinspektion Hildesheim auf die Tipps der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes hinweisen:
– Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück

– legen Sie auf! Verständigen Sie bei verdächtigen Vorfällen umgehend die 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle!

– Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

– Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der      Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.

– Die „echte“ Polizei fordert Sie niemals auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen, um Ermittlungen zu unterstützen

. – Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

– Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. – Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Diese Hinweise sind auch auf der Internetseite www.polizei-beratung.denachzulesen:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/gewinnversprechen/
Weiterhin besteht über die Beauftragte für Kriminalprävention, KHK’in Freier (Tel.: 05121/939108), bei der Polizeiinspektion Hildesheim auf Anfrage die Möglichkeit präventiver Informationsveranstaltungen zu diesen Themenkomplexen.

Foto: kocl