Frank Duensing (l.) und Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer pflanzten im Beisein von Martina Bertram im Wildgatter eine Robinie als „Baum des Jahres 2020“.

„Baum des Jahres 2020“: Robinie am Wildgatter gepflanzt

Die Robinie ist vom Kuratorium der Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum „Baum des Jahres 2020“ ausgerufen worden. Die Stadt Hildesheim unterstützt die Aktion seit 2004 mit Jungbaumpflanzungen im Wildgatter. So auch in diesem Jahr: Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer pflanzte heute gemeinsam mit Frank Duensing (Kuratorium „Baum des Jahres“) und Martina Bertram (Stadt Hildesheim, Grünflächenplanung und -neubau) ein Exemplar am Wildgatter, wo bereits zahlreiche andere „Bäume des Jahres“ gepflanzt und per Beschilderung als solche ausgewiesen wurden. „Das Thema Klimaschutz ist aktueller denn je: Die Robinie ist eine sehr gut an den Klimawandel angepasste Baumart, die auch als Zukunftsbaum für neuere Waldstrukturen angesehen wird und vielerorts – auch bei uns in Hildesheim – das Stadtbild verschönert. Ich freue mich daher, dass wir hier am Wildgatter ein Exemplar anpflanzen konnten, an dem hoffentlich viele Generationen noch ihre Freude haben werden.“

Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung informiert seit 30 Jahren die Öffentlichkeit über Belange, aber auch Probleme verschiedener Baumarten. Und die Robinie ist durchaus nicht unproblematisch: So sei sie einerseits Hoffnung im klimabedingten Waldumbau – andererseits invasive Baumart, die Naturkleinode bedrohe, heißt es seitens der Stiftung. „Die vor über 300 Jahren in Mitteleuropa eingeführte Robinie ist für unsere heimische Flora eine Konkurrenz, denn sie ist eine Meisterin im Besiedeln der unwirtlichsten Lebensräume.“

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer (l.) und Frank Duensing pflanzten im Beisein von Martina Bertram im Wildgatter eine Robinie als „Baum des Jahres 2020“.

Als bis zu 25 Meter hoher Laubbaum mit oft schirmartiger Krone und dichten Blütendolden ist die Robinie, die bis zu 200 Jahre alt wird, seit langem bei uns bekannt. 1630 kam die Robinie durch die Kolonialisierung von Amerika nach Europa und Asien. Sie wurde aufgrund ihres anmutigen Wuchses mit den Fiederblättern und der borkigen Rinde sowie der duftenden Blütenfülle (Schmetterlingsblütler) gern in Parks verwendet. Der Heizwert des Holzes ist gut, die Robinie wächst schnell. Aktuell wird Robinienholz aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit im Wasser-, Boots- und Brückenbau, für Lärmschutzwände, Spielgeräte, Gartenmöbeln und Terrassenbelägen verwendet und ersetzt somit Tropenholz. Die Robinie ist zudem eine wertvolle Bienenweide und eignet sich hervorragend als Hecken- und Feldgehölz sowie als Alleebaum.

Der „Baum des Jahres“ wird seit 1989 jedes Jahr im Oktober von der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ (vormals Menschen für Bäume) und deren Fachbeirat, dem „Kuratorium Baum des Jahres“ (KBJ), für das darauffolgende Jahr bestimmt. Weitere Informationen zum „Baum des Jahres“ sind unter www.hildesheim.de/baumdesjahres erhältlich.

 

Fotos: Stadt Hildesheim

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