
Zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht lädt die Stadt Hildesheim für Montag, 9. November, 15 Uhr, wieder zu einer öffentlichen Gedenkstunde am Lappenberg ein. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Channah von Eickstedt und Kathrin Abraham, beide Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Hildesheim, der zweite stellvertretende Superintendent des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, Pastor Dr. Janis Berzins, sowie Schülerinnen und Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule erinnern an die schrecklichen Ereignisse der Novemberpogrome von 1938. Gemeinsam soll auf diese Weise ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus gesetzt werden. Der Internationale Chor wird die Gedenkveranstaltung musikalisch begleiten.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und in den darauffolgenden Tagen wurden tausende jüdische Menschen Opfer von Gewalttaten. Im Rahmen der Novemberpogrome wurden auch zahlreiche Hildesheimerinnen und Hildesheimer verhaftet, Wohnungen und Geschäfte geplündert und religiöse Zentren zerstört. Darunter befand sich auch die Synagoge am Lappenberg, deren einstiger Standort bis heute mahnend an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert.
Im letzten Jahr wurde die Platzfläche am Lappenberg in Erinnerung an den jüdischen Hildesheimer Ehrenbürger in „Guy-Stern-Platz“ umbenannt. Auch in diesem Jahr lädt das Stadtarchiv Hildesheim begleitend zu der Veranstaltung zu einer kleinen Ausstellung mit ausgewählten Erinnerungsstücken aus dem Nachlass Guy Sterns ein. Das Stadtarchiv (Am Steine 7) ist hierfür gesondert am 9. November von 13 bis 18 Uhr geöffnet, gezeigt werden auch neu angekommene Stücke des Nachlasses Sterns. Die Ausstellung kann darüber hinaus bis zum 31. Januar 2027 zu den Öffnungszeiten des Lesesaals (dienstags und mittwochs von 9 bis 16 Uhr, donnerstags von 9 bis 18 Uhr) besichtigt werden.
