
Die Stadt Hildesheim hat den bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“ am 9. Mai dazu genutzt , den seit 2024 neugestalteten Stadtteilsportplatz an der Robert-Bosch-Gesamtschule (RBG) feierlich mit einem Sportfest einzuweihen. Dabei gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren. Ganz im Sinne des Slogans „Nordstadt Sportstadt“ ging es an diesem Tag sportlich zu: Angeboten wurden Basketball, Selbstverteidigung, Mashoonga, Beachvolleyball, Tanzen und vieles mehr. Für gesunde Snacks und Getränke war ebenfalls gesorgt, alle aktiven Sportlerinnen und Sportler erwartete zudem eine kleine Überraschung! Mitarbeitende des Fachbereichs Stadtplanung und -entwicklung informierten zudem über die aktuell laufenden Fördergebiete.
„Der Stadtteilsportplatz ist ein Ort für die gesamte Nordstadt. Ein Ort, an dem sich Menschen begegnen können – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Sport verbindet. Er schafft Verständnis, stärkt das Miteinander und fördert den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer im Rahmen der Eröffnung. „Dieses Projekt ist auch ein starkes Beispiel für gelungene Zusammenarbeit. Verschiedene Fachbereiche, Förderprogramme und engagierte Akteure haben gemeinsam daran gearbeitet, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Insgesamt wurden 1,75 Mio. Euro in diese Anlage investiert – unterstützt durch Fördermittel aus dem Investitionspakt Sportstätten sowie durch erhebliche Eigenmittel der Stadt.“ Dr. Meyer wies darauf hin, dass derzeit auch die umfassende „Sanierung der großen Sporthalle der Robert-Bosch-Gesamtschule stattfinde – Dank Bundesfördermitteln in Höhe von 4,5 Mio. € vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
„Mit dem neuen Stadtteilsportplatz setzen wir ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Sport, Gemeinschaft und Teilhabe. Daher freue ich mich, dass wir mit Mitteln des Investitionspaktes zur Förderung von Sportstätten diesen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung der Nordstadt leisten konnten“, sagte Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser hat die Förderung des Stadtteilsportplatzes Nordstadt im Rahmen des Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten begleitet. Für die Maßnahme wurden Fördermittel in Höhe von 580.000 Euro bereitgestellt. Der Stadtteilsportplatz befindet sich außerhalb, aber in direkter Nachbarschaft zum Städtebaufördergebiet „Sozialer Zusammenhalt – Nördliche Nordstadt“ und ist Teil des Schul- und Sportareals der Robert-Bosch-Gesamtschule. Die Entwicklung des Sportplatzes steht in engem Zusammenhang mit den städtebaulichen Maßnahmen im angrenzenden Fördergebiet und unterstützt die Verbesserung der Sport- und Freizeitmöglichkeiten im Quartier.
Um den Rasenplatz schonend in Betrieb nehmen zu können, wird der Sportplatz aber zunächst ausschließlich der RBG für den Schulsport vorbehalten sein. Die Öffnung für andere folgt, sobald der Rasen die notwendige Robustheit erlangt hat.
Hintergrund
Der 1980 errichtete Sportplatz der RBG konnte aufgrund seiner Sanierungsbedürftigkeit über viele Jahre nicht mehr richtig genutzt werden. Aufgrund des schlechten Zustands der Anlage wurde diese 2019 als untauglich für Wettkampfsportarten eingestuft. Seitdem ist dort für Schülerinnen und Schüler der RBG kein Sportunterricht im Freien mehr möglich, viele Aktivitäten wurden in die Halle verlegt. Bei den benachbarten Johannesgrundschule und der Ganztagsgrundschule Nord besteht der Bedarf, die Sportanlage ebenfalls zu nutzen, da sie selber über keine Sportaußenflächen verfügen.
Was wurde gemacht?
- Umbau des vorhandenen Tennenspielfeldes in ein Naturrasenspielfeld für Fußball
- Neubau Umbau des Kleinspielfeldes in Tenne in ein Multifunktionsspielfeld in Asphalt für Kleinfeldhandball, Streetsoccer, Kleinfeldfußball, Streetball mit zwei Streetballständern
- Neubau einer 100m-Kurzstreckenlaufbahn mit vier Laufbahnen in Kunststoff, Weitsprunganlage mit zwei Anlaufbahnen in Kunststoff
- Neubau einer Kunststofffläche, die unter Einbezug der Anlaufbahn der Weitsprunganlage und der Kurzstreckenlaufbahn alsKleinspielfeld sowie als Anlauffläche für eine Hochsprunganlage genutzt werden kann
- Neubau einer Kugelstoßanlage als Trainingsanlage mit drei Kugelstoßanlagen und einer Stoßfläche in Tenne
- Neubau eines Beachvolleyballspielfeldes für den Breitensport
- Neubau einer 400m-Laufstrecke aus Kunststoff und Holzschnitzel
- Umbau des Kleinspielfeldes in Tenne nördlich der Sporthalle in eine Begegnungsfläche und einen Fitness- und Calisthenicsbereich für alle Altersstufe
Foto: oh/Stadt Hildesheim
