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„Baum des Jahres 2026“: Zitterpappel im Wildgatter gepflanzt

Bürgermeister Dr. Ulrich Kumme pflanzte mit Kindern des Waldkindergartens „Mamamiti“ eine Zitterpappel im Wildgatter.

Die Zitterpappel (Populus tremula) ist vom Kuratorium der Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum „Baum des Jahres 2026“ ausgerufen worden. Die Stadt Hildesheim unterstützt die Aktion bereits seit 2004 mit Jungbaumpflanzungen rund um den bundesweit begangenen „Tag des Baumes“ (25. April) im Wildgatter. So auch in diesem Jahr: Bürgermeister Dr. Ulrich Kumme pflanzte im Beisein von Frank Schreiber (Förderverein Wildgatter), Martina Bertram (Stadt Hildesheim, Leitung Grünflächenplanung und -neubau) gemeinsam mit Kindern des Natur- und Waldkindergartens Mamamiti Förderverein Wildgatter) ein Exemplar am Wildgatter, wo bereits zahlreiche andere „Bäume des Jahres“ gepflanzt und per Beschilderung als solche ausgewiesen wurden. Wie in den letzten Jahren sorgten die Kinder von Mamamiti zudem für die musikalische Begleitung der Pflanzaktion.

Die Zitter-Pappel ist laut Begründung der Stiftung als Pioniergehölz besonders wertvoll für die Wiederbesiedlung von vormals unbewaldeten, offenen oder auch gerodeten Standorten. Mehr als 60 Schmetterlingsarten finden hier Nahrung. Das weiche Holz biete dem Schnabel von Spechten wenig Widerstand, sodass sie hier Spechthöhlen bilden könnten, die nach der Brutpflege von Folgetieren als Wohnhöhlen genutzt würden, zum Beispiel von Siebenschläfern, Fledermäusen und anderen Tieren, die Baumhöhlen bewohnen. 

Die Zitterpappel wird bis zu 25 Meter hoch und ist in Europa weit verbreitet, wächst aber auch in Asien und Nordafrika auf mäßig trockenen und nährstoffreichen Böden bis in 2000 Meter Höhe. Ihre besondere Fähigkeit, sich durch Wurzelausläufer auszubreiten, hilft der Natur, Lücken zu schließen, die durch Waldbrand, umfangreiche Ausfälle anderer Bäume durch Schädlinge oder durch Rodungen innerhalb des Waldbestandes entstanden. In Bereichen des Thüringer Waldes beispielsweise sind Schäden durch den Borkenkäfer entstanden. Die ausgefallenen Waldbestände werden durch Naturverjüngung rasch von Pioniergehölzen wie Birken und Zitterpappeln besiedelt.

Der „Baum des Jahres“ wird seit 1989 jedes Jahr im Oktober von der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ (vormals Menschen für Bäume) und deren Fachbeirat, dem „Kuratorium Baum des Jahres“ (KBJ), für das darauffolgende Jahr bestimmt. Dabei orientiert sie sich an bestimmten Kriterien, die jedes Jahr wechseln. Kriterien sind zum Beispiel besondere Schutzbedürftigkeit, besondere wirtschaftliche oder kulturhistorische Bedeutung, Gefährdung etc. Weitere Informationen zum „Baum des Jahres“ sind unter https://baum-des-jahres.de und unter www.stadt-hildesheim.de unter „Baum des Jahres“ erhältlich.

Foto: oh/Stadt Hildesheim