Montag, März 23Nachrichten rund um Hildesheim
Shadow

Grundstein für Gefahrenabwehrzentrum gelegt

Mit Unterstützung von Jonas Hermesch versenkte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer die Zeitkapsel im Grundstein.

Die nächste Etappe bei der Errichtung des größten Hildesheimer Bauprojekts der letzten Jahrzehnte ist erreicht: Nach dem Ersten Spatenstich im September 2025 hat die Stadt Hildesheim am 19. März in Zusammenarbeit mit der Firma Depenbrock den symbolischen Grundstein für das Gefahrenabwehrzentrum im Hildesheimer Ortsteil Stadtfeld gelegt. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer versenkte gemeinsam mit Landrat Bernd Lynack, Wolfgang Birkenbusch (Technischer Geschäftsführer EVI Energieversorgung Hildesheim), Holger Paul, Jonas Hermesch (beide Fa. Depenbrock), Heiko Pfänder (Stadt Hildesheim, Fachbereichsleiter Feuerwehren und Rettungsdienst) und Thomas Rode (Ortsbrandmeister Stadtmitte) eine Zeitkapsel aus Kupfer mit Architektenplänen auf USB-Stick, einer Urkunde der Stadt Hildesheim und einer aktuellen Tageszeitung im Mauerwerk, um nachfolgende Generationen an die Entstehungsgeschichte des Gefahrenabwehrzentrums zu erinnern.

„Mit der Grundsteinlegung vollziehen wir gemeinsam den nächsten Schritt bei diesem Großprojekt, welches für Generationen von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern von enormer Bedeutung sein wird. In unsicheren Zeiten wie diesen können wir uns glücklich schätzen, ein solch modernes Gefahrenabwehrzentrum errichten zu können, welches dauerhaft die Sicherheit in Stadt und Landkreis gewährleistet“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Seit dem ersten Spatenstich am 22. September 2025 ist viel passiert auf der Baustelle und es liegt in den kommenden Jahren noch viel mehr vor uns. Mein Dank gilt allen am Bau beteiligten Akteuren, denen ich auch zukünftig einen möglichst reibungslosen Bauablauf wünsche!“

„Mit dem Gefahrenabwehrzentrum wird für Stadt und Landkreis ein Ort geschaffen, an dem die Kräfte der Gefahrenabwehr künftig noch enger zusammenarbeiten. Wenn Feuerwehr, Rettungsdienst, Leitstelle sowie Zivil- und Katastrophenschutz unter einem Dach vereint sind, profitieren vor allem die Bürgerinnen und Bürger – durch kurze Wege, schnelle Abstimmungen und eine leistungsfähige Gefahrenabwehr. Der heutige Grundstein steht damit auch symbolisch für die starke Partnerschaft von Stadt und Landkreis“, sagt Landrat Bernd Lynack.

„Mit dem neuen Gefahrenabwehrzentrum schaffen wir einen modernen und funktionalen Gebäudekomplex, der optimal auf die Anforderungen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstelle abgestimmt ist. Gleichzeitig setzen wir mit diesem markanten Tor zur Stadt Hildesheim ein architektonisches Zeichen, das Zusammenarbeit und Innovation vereint“, so Markus Kellner (Geschäftsführer Fa. Depenbrock).

„Mit der Grundsteinlegung schaffen wir weit mehr als nur ein neues Gebäude: Wir legen das Fundament für eine hochmoderne Sicherheitsinfrastruktur, die den Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig stärkt. Dieses Zentrum wird die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte unter einem Dach deutlich optimieren, Wege verkürzen und uns ermöglichen, im Ernstfall noch schneller und effizienter zu agieren. Es ist eine Investition in die Zukunft, die unseren Kolleginnen und Kollegen die bestmöglichen Arbeitsbedingungen bietet, um ihre lebenswichtige Aufgabe Tag für Tag zu erfüllen“, ist sich Heiko Pfänder (Stadt Hildesheim, Fachbereichsleiter Feuerwehren und Rettungsdienst) sicher.

Bis Mitte 2028 entsteht am Standort zwischen Berliner Kreisel und Sauteichsfeld das Gefahrenabwehrzentrum, welches die Berufsfeuerwehr, den Rettungsdienst, die Integrierte Regionalleitstelle von Stadt und Landkreis, den Zivil- und Katastrophenschutz, die Ortsfeuerwehr Stadtmitte, ein Feuerwehrausbildungszentrum und ein Rechenzentrum der EVI auf einem Grundstück vereinen wird.

7.000 Tonnen Oberboden wurden seit September 2025 abgefahren, Bodenverbesserungs- und Bodenstabilisierungsarbeiten durchgeführt und 10.000 Tonnen Schottertragschichtmaterial bis Ende November 2025 auf dem Gelände eingebaut. Im Dezember 2025 starteten die Gründungsarbeiten zur Erstellung der Fundamente, welche noch bis Juni 2026 für die letzten Bauabschnitte andauern werden. Anfang März wurden dann die ersten aufgehenden Wände im südlichen Bereich des Baugrundstücks errichtet. Zudem wurde der erste Baukran aufgestellt, mittlerweile sind es vier und es sollen bis Mitte des Jahres noch weitere drei Kräne dazukommen.

Winterwetter hat zu Beginn des Jahres dafür gesorgt, dass die Bauarbeiten circa sechs Wochen ruhten. Trotzdem sollen die Rohbauarbeiten bis Ende 2026 abgeschlossen sein.  Mit Fertigstellung der ersten Bauteile wird die Rohbaukonstruktion ab Mitte 2026 mit einer Klinkerfassade verkleidet, welche die maßgebliche Erscheinung des Gebäudes bestimmt. Im Frühjahr 2027 soll dann Richtfest gefeiert werden, zum 31. März 2028 der Gebäudekomplex fertiggestellt sein und ein dreimonatiger Probebetrieb starten. Die Übergabe des Gebäudes an die Stadt Hildesheim ist für den 1. Juli 2028 vorgesehen.

Die im Sommer 2025 begonnen Erschließungsarbeiten für das angrenzende Baugebiet werden noch bis Jahresende 2026 andauen. Die im Oktober 2025 begonnene Verlegung der der Fernwärmeleitungen ist mittlerweile fast abgeschlossen. Seit 2. März 2026 finden vorbereitende Maßnahmen zur Querung der Fernwärmeleitung im Bereich der B1 statt.

Aktuelle Informationen zum Bauablauf sind unter https://www.stadt-hildesheim.de/gaz-newsletter erhältlich.

 

Bauvolumen:

 

  • Grundstücksgröße ca. 24.500 m²
  • Befestigte Fläche ca.12.600 m²
  • Bebaute Grundfläche ca. 9.350 m²
  • Brutto-Geschossfläche ca. 20.250 m²
  • Gesamtleistung der PV-Anlage ca. 664 kWp
  • jährliche CO2-Einsparung durch die PV-Anlage: 185 t

Foto: oh/Stadt Hildesheim