
Das Begegnungs- und Kompetenzzentrum Hi.punkt hat im Gemeinschaftshaus 19A an der Steingrube ein neues Zuhause gefunden. Der Umzug erfolgte als Reaktion auf die hohen Besuchszahlen und wachsende Bedarfe an Räumlichkeiten und wurde durch die EU- Anschlussförderung des Projektes seit 1. Juli 2025 ermöglicht. Der Umzug aus der Arneken Galerie ermöglicht dem Projekt eine wesentlich bessere Infrastruktur auf einer Fläche von insgesamt 600 Quadratmetern. Kooperationspartner sind die Flux Flüchtlingshilfe gGmbH und Asyl e. V. Das zunächst bis 30. Juni 2028 mit einem Volumen von 1,5 Mio. Euro bewilligte Projekt wird zu fast 90 Prozent über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF) finanziert.

In den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants „Miara“ findet täglich ein offener Treffpunkt mit Café statt, zu dem die Menschen kommen können, um sich beispielsweise zu treffen, auszutauschen, Fragen zu stellen, Informationen zu erhalten und zu lernen. Es finden zudem täglich ehrenamtlich und in Kooperation mit der Uni Hildesheim organisierte Sprachkurse, Einzelberatungen und Angebote für Kinder statt. Neben dem offenen Begegnungsraum gibt es einen Kurs-, einen Beratungs- und einen Bewegungsraum, eine große Küche sowie Büroräume.
Der Hi.punkt ermöglicht die Begegnung und Vernetzung von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft. Er bietet zudem Unterstützung in individuellen Integrationsprozessen über die Sprachkurse, gezielte (mehrsprachige) Workshopangebote oder professionelle Beratung zum Beispiel durch den Asyl e.V., die Handwerkskammer, Migrantenelternnetzwerk oder die Volkshochschule. Elementarer Bestandteil ist außerdem die Unterstützung und Mitwirkung selbstorganisierter Angebote. So finden unter anderem wöchentlich Sportangebote für Frauen statt; angeboten von einer Trainerin mit eigener Fluchtgeschichte. Auch ein wöchentliches Sprachcafé wurde von einem ehemaligen Sprachkursteilnehmer aufgebaut.
Das Leitungsteam besteht aus einer städtischen Leitungskraft und einer Leitungskraft der Flux Flüchtlingshilfe gGmbH für den Bereich Ehrenamt und Sprachförderung. Erst durch die Kooperation mit FLUX und dem großen Einsatz der etwa 50 ehrenamtlichen Teammitglieder ist das vielfältige Angebot im Begegnungszentrum möglich. „Das ehrenamtliche Engagement ist für das Projekt unverzichtbar. Der Hi.punkt ist nicht nur ein Ort an dem Menschen Hilfe erhalten sondern auch ein Raum in dem sich Bürgerinnen und Bürger in einer wertschätzenden Atmosphäre einbringen können. Unserem Team haben sich mittlerweile auch viele Menschen mit eigener Fluchtgeschichte angeschlossen und tragen damit einen großen Anteil am Gelingen des Projektes“, so Rasha Barakat aus dem Leitungsteam.
Die Freude über die Möglichkeiten am neuen Ort ist groß: „Im Gemeinschaftshaus an der Steingrube können wir Angebote nicht nur fortsetzen, sondern weiter ausbauen – und schaffen Raum für viele neue Ideen, Begegnungen und Kooperationen“, erklärt Dörthe Hinz aus dem Leitungsteam.
Sozialdezernent Malte Spitzer ergänzt: „Der neue und vergrößerte Hi.punkt macht klar, dass Hildesheim sich seiner Verantwortung als Ankunfts- und Lebensort für geflüchtete Menschen stellt und willkommen heißt. Es freut mich, dass dieses Konzept so erfolgreich ist!“
Unter dem Dach des Gemeinschaftshauses ergeben sich darüber hinaus Synergien mit den anderen dort ansässigen sozialen Organisationen wie zum Beispiel der Ggbh Berufliche Bildung Hildesheim (Träger für Sprachkurse), dem Kinder- und Jugendzentrum Oststadt (KJO) oder der evangelischen Familienbildungsstätte.
Der Hi.punkt erweitert ab 1. März seine Kernöffnungszeiten: Zusätzlich zu den Nachmittagsöffnungszeiten (montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr) ist dann auch dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten steht das Begegnungszentrum für alle Menschen offen.
Zur Eröffnungsfeier am 8. April von 15-18 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Weitere Informationen zum Angebot des Hi.punkt finden sich unter www.stadt-hildesheim.de.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Helge Miethe
Stadt Hildesheim
