Der Friedrich-Nämsch-Park wurde am Abend des Jubiläumsfestes in eine magische Lichter-Landschaft verwandelt.

 

Am Sonnabend, 9. Juli, wurde das 40jährige Bestehen des städtischen Kinder- und Jugendhauses Nordstadt (KJN) mit einem großen Fest im Friedrich-Nämsch-Park gefeiert – und dies von mittags bis um Mitternacht.

 

Zum Auftakt spielte das Theater Karo Acht das beliebte Stück „Der Grüffelo“ und begeisterte damit nicht nur die jüngsten Gäste. Im Anschluss folgten sehr wertschätzende Ansprachen von Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Ortsbürgermeister Ekkehard Domning. Beide betonten die große Bedeutung von Offener Jugendarbeit und dass diese in der Nordstadt einen besonders hohen Stellenwert einnehme. Das KJN, so Dr. Meyer, sei in den vergangenen 40 Jahren für viele junge Menschen zum zweiten Zuhause geworden. Wie groß die Verbundenheit vieler Menschen mit dem KJN ist, zeigte sich anhand zahlreicher ehemaliger KJN-Besucherinnen und Besucher sowie ehemaligen Mitarbeitenden, die beim Fest erschienen und teilweise auch halfen.

 

Vor Hüpfburg, Kletterwand, Aerotrim, Bungee Run und Fußball-Dart bildeten sich rasch Schlangen. Wer künstlerisch aktiv werden wollte, nutzte das Angebot vom Faserwerk, alte Türen zu bemalen, die als Installation im Park verbleiben werden. Wer nicht selbst malen wollte, ließ sich bunt und wild schminken. Auch kulinarisch war einiges im Angebot: Eine Cocktailbar, wie sie in der Karibik nicht schöner sein könnte, bot eine stattliche Auswahl köstlicher (natürlich alkoholfreier) Cocktails an. Die Idee hatten zwei Jugendliche und konnten sie mithilfe einer Förderung des Verfügungsfonds Nordstadt realisieren. Sie verbrachten dann auch den gesamten Tag hinter der Bar und lernten vom Profi, wie man Cocktails mixt und präsentiert. Der alevitische Verein und der Nordstädter Ortsrat sorgten für feines Essen: Bratwürste, Lahmacun, Köfte und zahlreiche Salate kamen sehr gut an. Das KJN sorgte für Kaffee und Kuchen. Überall im Park standen Tische und Bänke, an denen die Gäste es sich gemütlich machen konnten.

 

DJ Can spielte eine von Kindern und Jugendlichen erstellte Playlist. Die Bühne wurde von tanzenden Kindern bevölkert, bis mit Charline Klimt der erste Live-Auftritt erfolgte. Die Hildesheimerin hat erfolgreich an der TV-Show „The Voice“ teilgenommen. Auf Wunsch vieler Jugendlicher sang sie am Sonnabend für die Nordstadt. Das Publikum zückte andächtig die Handys, filmte, lauschte und vergaß beinahe, dass man nicht nur applaudieren, sondern auch „Zugabe“ rufen muss, wenn man mehr zu hören wünscht. Die gutgelaunte Charline gab einen weiteren Song zum Besten. Danach sorgte die Band der Musikschule, Granny Smith, mit Funk und Soul für gute Stimmung und erlaubte sogar den Kindern, die Bühne zu entern, um dort zu tanzen.

 

Mit Beginn der Dämmerung wurde zunehmend sichtbar, was Lito Bürmann und Lucy Schreiber vom Atelier Licht-N-Stein in der Nacht zuvor im Park installiert hatten:  Bäume, Äste, Gegenstände und die Bühne wurden kunstvoll angestrahlt und beleuchtet. Die eigentliche Lichtshow fand bei Dunkelheit statt und dauerte zwei Stunden. Zu sphärischen Klängen malten Laserstrahler die Nacht aus. „Musik und Licht tanzten harmonisch und produzierten eine unglaubliche Stimmung; eine Nebelmaschine verwirbelte das Licht effektvoll. Es war schön, in und mit den farbigen Lichtstrahlen zu tanzen. Immer wieder kamen neue Menschen in den Park, genossen die Show und erlebten ihren Park einmal ganz anders“, so Stephanie Terstappen, Leiterin des KJN.

 

Die tollen Angebote für Kleine und Große hätte das Team des KJN ohne Unterstützung von gbg, Friedrich-Weinhagen-Stiftung, EVI sowie dem Bundesförderprogramm „Startklar in die Zukunft“ nicht realisieren können. Weiterhin gab es Kooperationspartner wie die AWO, die Kulturfabrik und das Theaterhaus, die aktiv zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Eine Tombola mit Preisen, die etliche Institutionen, Vereine und Unternehmen aus Hildesheim gestiftet hatten, sowie der Erlös vom Verkauf der Speisen und Getränke soll den Hildesheimer Vereinen Wildrose und Regenbogen gespendet werden.

Foto: ©Stadt Hildesheim

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