
Bereits seit vielen Jahren nutzt die Stadt Hildesheim die Städtebauförderprogramme von Bund und Land , nun wird die Weiterentwicklung der Innenstadt mit dem Vorhaben einer weiteren Aufnahme in ein solches Förderprogramm konsequent vorangetrieben: Mit dem Abschluss der vorbereitenden Untersuchungen und der Fortschreibung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) wurde die Basis geschaffen, um den Bereich „Innenstadt Nord“ in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ aufzunehmen. Ziel ist eine Förderung ab dem Jahr 2027. Über die Antragstellung muss der Stadtrat entscheiden. Die Umsetzung der Maßnahmen ist für einen Zeitraum von 15 Jahren vorgesehen, die förderfähigen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 19,5 Millionen Euro.
Seit Januar wurden die städtebaulichen Strukturen von einem Planungsbüro umfassend analysiert und gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern, der Stadt Hildesheim sowie weiteren öffentlichen Aufgabenträgern Entwicklungsbedarfe benannt und Zukunftsperspektiven erarbeitet. Neben einer Informationsveranstaltung und einer Eigentümerbefragung fand auch ein verwaltungsinterner Workshop statt.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde das Untersuchungsgebiet in drei funktionale Teilbereiche gegliedert. Vorrangig soll zunächst der Teilbereich „Innenstadt Nord“ entwickelt werden. Das rund 24 Hektar große Gebiet erstreckt sich vom Hauptbahnhof bis zur Kaiserstraße und umfasst unter anderem die Bernwardstraße sowie den Angoulêmeplatz. Der Bereich besitzt eine besondere Bedeutung für die Stadtentwicklung: Als Eingangstor zur Innenstadt prägt er den ersten Eindruck für Besucherinnen und Besucher. Eine gezielte Aufwertung soll deshalb wichtige Impulse für die Entwicklung der gesamten Innenstadt setzen.
Für die Innenstadt Nord wurden acht zentrale Entwicklungsziele definiert:
- ein einladendes Entree
- ein vielfältiger Nutzungsmix
- ein attraktives Stadtbild
- ein besser vernetztes Zentrum
- Mobilität für alle
- mehr Grünflächen
- eine klimagerechte Gestaltung
- ein gelebter gesellschaftlicher Zusammenhalt
Um diese Ziele zu erreichen, wurden im Rahmen der Voruntersuchung unterschiedliche Maßnahmen erarbeitet, die dazu beitragen sollen, die Innenstadt nachhaltig aufzuwerten und lebendige, klimaangepasste und attraktive Quartiere für Bewohnerinnen und Bewohner, Gewerbetreibende sowie Besucherinnen und Besucher weiterzuentwickeln.
Foto: oh/Stadt Hildesheim
