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Sommerhilfe für obdachlose Menschen

Sommerhilfe für obdachlose Menschen.

Allen Menschen setzen die heißen Temperaturen im Somme
körperlich zu. Besonders obdachlose Menschen, die sich in keine eigene Wohnung zurückziehen können, benötigen einen ausreichenden Schutz vor Sonne und Hitze und ausreichende Versorgung mit Trinkwasser.
Daher hat die Stadt Hildesheim wieder ein umfangreiches Maßnahmenpaket im Rahmen ihrer „Sommerhilfe für Menschen ohne Obdach“ geschnürt, die finanziell von der Johannishof-Stiftung unterstützt wird. Kooperationspartner sind die Herberge zur Heimat, das Diakonische Werk Hannover, der Malteser Hilfsdienst, die Bahnhofsmission, die Vinzenzpforte und die Kirchen in der Innenstadt. 

An verschiedenen Ausgabestellen der sozialen Träger werden obdachlose Menschen innenstadtnah mit einem Rucksack versorgt, der mit Wasser, einer auffüllbaren Trinkflasche, Sonnencreme, Medikamenten und einem kleinen Ratgeber gefüllt ist. Dieser weist auf Verhaltensempfehlungen, Entnahmestellen für Trinkwasser und auf kühle Flächen und Räume hin, an denen sich Menschen in der Mittagshitze im öffentlichen Raum kostenlos aufhalten können. Die Rucksäcke werden zudem von den Streetworkern auf der Straße ausgegeben.  Als Schutzräume bei Hitze fungieren tagsüber neben der Unterkunft Langer Garten zudem vier Kirchen: St. Andreas, St. Godehard, St. Lamberti und St. Michaelis. Die Öffnungszeiten finden sich mit weiteren Infos unter www.stadt-hildesheim.de/obdachlosenhilfe.

Um körperliche Beschwerden zu erkennen und Krankheitszeichen niedrigschwellig behandeln zu können, versorgt das ehrenamtlich betriebene MediMobil der Malteser an verschiedenen Standorten in der Stadt obdachlose Menschen medizinisch.
Helfen kann jedoch jede und jeder: Wer einen wohnungslosen Menschen beobachtet, der sich in der Hitze ohne Schutz im Freien aufhält und dessen Situation bedenklich scheint, sollte zunächst die Situation einschätzen: Wie sieht die Person aus? Ist sie passend gekleidet? Hat der Mensch schützende Kleidung auf dem Kopf? Hält sich die Person in einem kühlen Bereich auf? „Wenn dem nicht so ist, sprechen Sie die Person an. Was kann schon passieren? Selbst wenn der Mensch das Gespräch nicht aufnimmt, Sie haben es wenigstens versucht“, rät Kathrin-Elisabeth Diehe (Stadt Hildesheim, Bereichsleiterin Teilhabe und Rehabilitation).

Wenn die obdachlose Person den Eindruck macht, nicht für sich selbst sorgen zu können oder wenn sie hilflos wirkt, sollten Bürgerinnen und Bürger keine Scheu haben, die Polizei oder den Rettungsdienst zu informieren. Bei einem Anruf sollte man den Standort möglichst genau nennen und – wenn möglich – warten bis Hilfe kommt. Auch mit dem Streetwork der Stadt Hildesheim kann unter der Hotline 05121 301-4242 Kontakt aufgenommen werden, wenn der aktuelle Eindruck nicht ganz so bedrohlich wirkt, sich die Situation aber schon in den nächsten Stunden verschlechtern könnte. Auch hier ist die genaue Ortsangabe wichtig. Alternativ können sich besorgte Bürgerinnen und Bürger auch per Mail unter wohnungslosenhilfe@stadt-hildesheim.dean die Stadt wenden.

Foto: oh/adobe stock