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Gedenken an deutschen Widerstand gegen Nationalsozialismus

Bürgermeisterin Beate Maria König und Vikar Robert Rathke (r.) erinnerten gemeinsam mit Philipp Schulze-Büttger (Mitte) an dessen Urgroßvater Georg Schulze-Büttger. Foto: oh/Stadt Hildesheim
Anlässlich des bundesweiten Gedenktages zur Erinnerung an die Männer und Frauen

der deutschen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus, hatte die Stadt Hildesheim für den 20. Juli wieder zu einer Gedenkstunde auf den Friedhof St. Lamberti geladen.
Bürgermeisterin Beate Maria König erinnerte im Beisein von Philipp Schulze-Büttger an dessen Urgroßvater Georg Schulze-Büttger, der das Hildesheimer Andreanum besuchte und nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli aufgrund seiner Mitwisserschaft in Plötzensee hingerichtet wurde. Auf dem Lambertifriedhof befindet sich das Familiengrab, auf dem eine Grabsteininschrift an Schulze-Büttger erinnert. König würdigte die Zivilcourage der Widerstandsbewegung und rief dazu auf, nicht gleichgültig zu sein. Das Gedenken an den Widerstand im Nationalsozialismus sei kein Blick zurück, sondern ein Appell an die Gegenwart: Nie wieder dürfe sich Geschichte auf ähnliche Weise wiederholen. Gemeinsam mit Philipp Schulze-Büttger und Vikar Robert Rathke lud die Bürgermeisterin zu einer Kranzniederlegung und Schweigeminute ein.

Hintergrund
Am 20. Juli 1944 hatte eine Gruppe von Widerstandskämpfern um Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, durch ein Attentat auf Adolf Hitler dessen diktatorisches Unrechtsregime zu beenden. Die sogenannte „Operation Walküre“ schlug fehl und die daran Beteiligten und Mitwisser wurden von den Nationalsozialisten exekutiert, darunter auch der Hildesheimer Offizier Georg Schulze-Büttger. Diesem ist eine kleine Ausstellung gewidmet, die noch bis einschließlich 24. Juli auf der Empore des Historischen Rathauses zu dessen Öffnungszeiten (montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr) zu sehen ist.