
Das Tanzstück „Till Eulenspiegel – Teile von mir“, eine Koproduktion von Saltazio, Schule der Tanzkünste und des theater für niedersachsen, wurde vom Tanztreffen der Jugend ausgezeichnet und zum gleichnamigen Festival nach Berlin eingeladen.
Über 60 Produktionen aus der gesamten Bundesrepublik hatten sich beworben, nun wurde die Tanz-Produktion „Till Eulenspiegel“ als eines von zehn bemerkenswerten Tanzstücken von einer Fachjury ausgezeichnet.
Das diesjährige Tanztreffen der Jugend findet vom 26. September bis 2. Oktober 2026 statt. In diesem Zeitraum werden die zehn ausgewählten Ensembles ihre Produktion vor Publikum im Haus der Berliner Festspiele präsentieren. Der genaue Vorstellungstermin wird am 29. Juli bekannt gegeben.
Das Tanztreffen der Jugend sucht stets beispielhafte und bemerkenswerte Stücke von und mit jungen Tanzschaffenden, die in Eigenregie oder unter professioneller Anleitung ihre eigenen Themen finden und diese mit zeitgenössischen oder urbanen Bewegungssprachen in eine künstlerische Form bringen. So sollen wichtige Impulse für diese Szene gegeben werden und die Stärke der Kunstform Tanz – die Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks jenseits von Sprache – hervorgehoben werden.
Das Tanztreffen der Jugend schreibt über das Hildesheimer Stück: „Gesellschaftskritische Perspektiven zeigen sich beispielsweise in Auseinandersetzungen mit Normen und Konventionen (etwa anhand der Figur Till Eulenspiegel), mit den UN-Kinderrechten oder mit der Frage, was ‚Normalität‘ und ‚Verrücktheit‘ in der heutigen Zeit bedeuten.“
Das partizipative Tanzstück „Till Eulenspiegel“ hatte am 18. April 2026 am theater für niedersachsen Premiere gefeiert und stieß bei Publikum und Presse auf begeistere Reaktionen.
Enstanden ist das Stück in Kooperation des tfn mit Saltazio. Felix Berner und Judith Hölscher, die für Regie und Choereografie verantwortlich waren, haben zusammen mit zwanzig Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Hildesheim dieses Tanzstück entwickelt, dass sich – ausgehend von der Figur Till Eulenspiegel – mit dem Hinterfragen von Normen, gesellschaftlichen Regeln und der eigenen Rolle in der Gesellschaft auseinandersetzt.
Durch den partizipativen Ansatz des Projekts und im Sinne der tanzsozialen Philosophie von Saltazio hatten die jungen Tanzenden die Möglichkeit, in einem geschützten Raum zu experimentieren, ihre eigene künstlerische Sprache zu entwickeln und ihren individuellen Ausdruck zu finden.
Stilistisch lässt sich das Stück dem zeitgenössischem Tanz zuordnen, aber auch Akrobatik-, Hip Hop- und Ballett-Elemente sind zu finden. Die Musik wurde von David Pagan eigens für das Stück komponiert. Das Bühnenbild hat Lars Linnhoff entworfen, die Kostüme Amelie Müller. Getanz haben: Amy Mittelsteiner, Ava Tavares, Lilith Tavares, Dune Tavares, Mina Burkhard, Danica Dobric, Delia Lenz, Hanna Gärtner, Johanna Kunze, Toni Rohde, Greta Engelbrecher, Kilian Dedroogh, Leonie Francke, Pauline Hennies, Lydia Dorndorf, Thea Bartlakowski, Scarlett Rotmann, Naemi Hauser, Mina Riebau, Ani Safarian, Emil Maasberg
Foto: oh/Tim Müller
