Dienstag, Juni 16Nachrichten rund um Hildesheim
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„Fakt & Fiktion: Wieviel Emotion darf ein Museum?“:

Schüler*innen in der Videoinstallation „Hildesheim: Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“, Foto: RPM

Am 29. Juni lädt das RPM Museum Hildesheim um 18 Uhr im Rahmen der Videoinstallation „Hildesheim: Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“ zu einer Podiumsdiskussion zu den Möglichkeiten und Grenzen von Erinnerungsarbeit im Museum ein. Der Eintritt ist frei! 

Gemeinsam mit Zeithistoriker*innen, Museumsfachleuten und Kultur-vermittler*innen wird in der offenen Dialogveranstaltung der Frage nachgegangen, welche Formen der modernen Erinnerungskultur heute möglich, notwendig oder auch kritisch zu hinterfragen sind. Wie viel Emotion darf ein Museum erzeugen? Wo liegen die Grenzen zwischen historischer Vermittlung und Inszenierung? Welche Rolle dürfen Fiktion, Dramaturgie und persönliche Perspektiven in Ausstellungen spielen? Und was muss kritisch(er) reflektiert werden? 

In der Videoinstallation und kleinen Begleitausstellung „Hildesheim: Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“ verbinden sich noch bis zum 26. Juli im RPM immersive Videokunst mit historischer Ausstellung. Geschichte wird auf diese Weise nicht nur erklärt, sondern räumlich, atmosphärisch und vor allem emotional erfahrbar gemacht. Diese Form der musealen Vermittlung und Erinnerungsarbeit bildet den zentralen Ausgangspunkt für einen Abend voller kontroverser Perspektiven, Diskussionen und neuer Denkanstöße über die Verantwortung von Museen und der Stadtgesellschaft im Umgang mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In einer Zeit, in der Museen nicht nur bewahren, sondern auch gesellschaftliche Debatten anstoßen, möchte das RPM Raum für Dialog, unterschiedliche Sichtweisen und neue Impulse schaffen. 

Nach einem kurzen Impulsbeitrag zum Thema von RPM-Direktorin Dr. habil. Lara Weiss begrüßt Meggy Jackstadt auf dem Podium die folgenden Gesprächspartner*innen: 

  • Dr. Jens Binner, Direktor des ZeitZentrum für Zivilcourage in Hannover, 
  • Prof. Dr. Heike Pöppelmann, Direktorin des Braunschweigischen Landesmuseums, 
  • Dr. Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V., 
  • Dr. Ariane Karbe, Autorin des Buches „Museum Exhibitions and Suspense: The Use of Screenwriting Techniques in Curatorial Practice“ 

Der Eintritt ist frei! Um Anmeldung wird gebeten bis zum 23. Juni unter kasse@rpmuseum.de. Der Besuch der Videoinstallation und Begleitausstellung „Hildesheim: Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“ ist am 29. Juni ganztägig kostenlos möglich. Die Vorstellungen finden an dem Tag stündlich von 10:15 Uhr bis 17:15 Uhr statt. Eine Vorab-Buchung von Zeitfenstern über den Online-Shop wird empfohlen. 

Außerdem bietet das RPM bis zum 21. Juli jeden Dienstag um 15 Uhr öffentliche Führungen zu „Hildesheim: Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“ an. Nach dem gemeinsamen Besuch der Videoinstallation eröffnet die anschließende Dialogführung durch die Begleitausstellung Raum für Reflektion und Austausch. Die Führung kostet für Erwachsene 7,50 € Museumseintritt zuzüglich 2,50 € Führungsgebühr und für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 3,50 € Museumseintritt zuzüglich 1,50 € Führungsgebühr. Tickets können im Online-Shop des RPM oder an der Museumskasse erworben werden.